51804

Handbetriebene Digitalkameras und mehr von Sony

27.02.2008 | 11:37 Uhr |

Speziell für Kinder in Entwicklungsländern entwickelt Sony derzeit eine eigene Geräte-Serie. Dabei handelt es sich um Digital- und Videokameras, die manuell mit Strom versorgt werden können.

Bei der Verbreitung neuer Technologien in Entwicklungsländern ist meist eine mangelhafte Stromversorgung in den jeweiligen Ländern ein Problem. Digitalkameras, Videokameras oder Computer benötigen jedoch eine zuverlässige Anbindung ans Stromnetz, ansonsten nützt die beste Technik nichts. Diesem Problem widmet sich das Design-Projekt "Odo" von Sony. Die Techniker entwickeln dort digitale Geräte für Kinder, die ohne Batterien oder ein funktionierendes Stromnetz funktionieren. Jetzt wurden erste funktionierende Prototypen der neuen Serie vorgestellt.

Die Odo-Kamera sieht im Grunde aus wie eine Blume und ist in knalligen Farben gehalten. Das Gerät selbst wird wie eine Lupe gehalten, die Elektronik ist im Griff untergebracht. Der grüne Ring ist beweglich und für die Energieversorgung zuständig. Hierfür muss die Kamera lediglich ein paar Mal über einen Tisch oder eine andere stabile Oberfläche gerollt werden, was den internen Akku auflädt. Dabei sollen wenige Rollbewegungen genügen, um ein digitales Bild schießen zu können. Die zugehörige USB-Dockingstation ähnelt einem Blumentopf, hierüber gelangt das Bild dann auf einen PC.

Ebenfalls mit kinetischer Energie betrieben werden weitere Geräte der Odo-Serie: So verfügt die Odo-Videokamera über eine seitlich angebrachte Kurbel und eine weitere digitale Kamera über zwei Löcher, in die die Nutzer je einen Finger stecken und dann die Kamera drehen. Weiter wurde ein Bildbetrachter gezeigt, der Strom über Rollbewegungen generiert sowie ein Paar Kopfhörer mit integriertem Radio, das aufgeladen wird, in dem eine Schnur aus dem Gehäuse gezogen wird.

Das finale Konzept sieht außerdem die Möglichkeit vor, die Geräte auch mittels Solarzellen mit Strom versorgen zu können.

0 Kommentare zu diesem Artikel
51804