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Oculus Projekt Santa Cruz: Prototyp einer kabellosen VR-Brille

07.10.2016 | 16:35 Uhr |

Oculus bietet mit seinem Prototyp Santa Cruz dank Cloud-Anbindung VR-Erlebnisse ganz ohne Kabel.

VR-Brillen ermöglichen es den Nutzern, komplett in eine virtuelle Welt abzutauchen. Störend ist derzeit das obligatorische Kabel, über das Videodaten vom Rechner oder der Spielkonsole an die Brille geleitet werden. Hersteller Oculus präsentiert mit Projekt Santa Cruz nun einen Prototyp, der ganz ohne Kabel auskommt.

Das auf der Oculus Connect vorgestellte Headset kommt darüber hinaus auch ohne PC aus. Die für die Berechnung der VR-Welten nötige Hardware sowie die entsprechenden Sensoren sind in die Brille integriert. Außerdem zapft Projekt Santa Cruz die Cloud für VR-Berechnungen an. Diese finden auf entfernten Server-Farmen statt und werden kabellos an die Brille gestreamt. Die Position des Anwenders im Raum wird zusätzlich durch Inside-Out-tracking realisiert. Dabei überwachen in die Brille integrierte Kameras die Umgebung des Anwenders und berechnen daraus die derzeitige Position.

Laut Facebook-Gründer Mark Zuckerberg haben autark funktionierende Systeme wie Samsungs Gear VR sowie auf den PC angewiesene VR-Systeme ihre Daseinsberechtigung. Dennoch müsse langfristig an einem leistungsstarken VR-System gearbeitet werden, das auch im Freien funktioniert.

Bis dahin gilt es jedoch noch viele Probleme zu lösen. So müssen in die ohnehin schon schweren Brillen für eine kabellose Nutzung noch Batterien, zusätzliche Sensoren und starke Recheneinheiten integriert werden. Im Gegenzug erhalten Nutzer dadurch ein deutlich größeres Freiheitsgefühl, ohne Stolperfallen in Form von Kabelsträngen, die PC und Brille miteinander verbinden.

Bei Projekt Santa Cruz handelt es sich jedoch nur um einen Prototyp. Weder Oculus noch Facebook planen derzeit ein finales VR-Produkt, welches ohne Kabel auskommt.

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