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Obama will Datensammelwut der NSA eindämmen

18.01.2014 | 12:04 Uhr |

US-Präsident Barack Obama kündigte in dieser Woche Reformen für den Geheimdienst NSA an.

In einer Rede in Washington D.C. kündigte US-Präsident Obama am gestrigen Freitag Reformen für den Geheimdienst NSA an. So will die US-Regierung die massenhafte Sammlung von Telefondaten eindämmen. Aktuell speichert die National Security Agency (NSA) so gut wie alle Verbindungsdaten von Telefongesprächen in den USA.

Im Rahmen der Reformen benötigt der Geheimdienst nun jedoch die Order eines geheimen Nationalsicherheitsgerichts, um Telefondaten von Bürgern zu durchsuchen. Für einen derartigen Durchsuchungsbefehl sollen künftig zudem strengere Regelungen gelten. Obama will außerdem die Lauschangriffe auf Nicht-US-Bürger sowie hochrangige ausländische Regierungsvertreter von befreundeten Staaten unterbinden.

NSA sammelt 200 Millionen SMS pro Tag

Obamas Reformen sind eine Reaktion auf geleakte Informationen von Whistleblower Edward Snowden. Seine Enthüllungen hatten das ganze Ausmaß der Überwachung durch die NSA in den USA sowie in Europa offengelegt und das Weiße Haus in Bedrängnis gebracht. Der Präsident versucht nun, das Vertrauen der Bürger in die Regierung zurückzugewinnen.

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