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Diese Techniken bevorzugen Internet-Nutzer

12.11.2008 | 13:15 Uhr |

Deutsche Internetnutzer setzen noch immer am liebsten den Internet Explorer ein. Doch Firefox rückt ihm immer näher, mittlerweile nutzen über 38 Prozent Firefox. Google Chrome dagegen spielt fast keine Rolle. Bei den Betriebssystem führt für viele Anwender kein Weg an Windows XP vorbei, bei den Browser-Plugins dominiert Flash, wohingegen dessen Konkurrent Silverlight eine nur geringe Verbreitung vorweisen kann.

Ein Wort vorweg: Analysen und Studien, die den Einsatz bestimmter Software im Internet untersuchen, liefern mitunter Ergebnisse, die zur Kritik einladen. Gelegentlich widersprechen sich die Ergebnisse verschiedener Studien erheblich. Doch ungeachtet aller Detail-Diskussionen sind die generellen Trends spannend und durchaus aussagekräftig. Das gilt auch für die Flashcounter-Webanalyse von Webmasterpro , die auf der Auswertung von über 100.000 vorwiegend deutschsprachigen Seiten basiert.

Demnach liegt der Microsoft Internet Explorer mit einem Marktanteil von 55,40 Prozent noch immer klar vorn. Doch Firefox kommt bereits auf bemerkenswerte 38,22 Prozent. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass der IE ja auf jedem Windowssystem von vornherein mit an Bord ist.

Opera und ebenso Apples Safari müssen sich dagegen mit bescheidenen 2,34 und 2,27 Prozent begnügen. Und Google Chrome, der vor einiger Zeit richtig Furore machte? Der immer noch als Betaversion gehandelte Browser lungert in den Tiefen der Statistik bei 0,60 Prozent herum.

Schaut man sich die genauen Versionen der Browser an, so erkennt man, dass die meisten Internetnutzer durchaus Updates machen. Der Internet Explorer 7 liegt klar vor dem IE 6, Firefox 3 deutlich vor Firefox 2.

Kommen wir zu den Betriebssystemen. The Winner is… - wenig überraschend - Windows XP. Da mag Microsoft noch so sehr die Werbetrommeln für Vista rühren, auf XP vertrauen 70,88 Prozent der in dieser Studie ausgewerteten Internetnutzer. Vista kommt dagegen nur auf 18,47 Prozent. Von einem MacOS X-Rechner aus sind offensichtlich 3,07 Prozent der erfassten Surfer unterwegs - andere Statistiken nennen für MacOS durchaus auch höhere Verbreitungszahlen, wobei der MacOS-Anteil allerdings sehr von bestimmten Berufs- und Gesellschaftsgruppen abhängig zu sein scheint.

Und wo liegt Linux? So mächtig das quelloffene Betriebssystem auch bei den Servern und bei den Embedded-Systemen ist und so oft es auch in Zusammenhang mit der noch relativ jungen Gerätefamilie der Netbooks genannt wird, in der Masse spielt der "Unix-Nachbau" keine Rolle: Gerade einmal 1,93 Prozent surfen damit auf deutschen Webseiten. Aber diese Surfer dürften zumindest mit dem guten Gefühl unterwegs sein, dass ihnen so manche typische Hackerfallen auf dubiosen Webseiten nicht gefährlich werden kann.

Dem Veteranen Windows 2000 halten übrigens noch immer 2,79 Prozent die Treue. Windows 98 dagegen ist völlig out: Nur noch 0,66 Prozent sind damit unterwegs.

Für Webdesigner ist die Bildschirmauflösung interessant, mit der die meisten Internetnutzer unterwegs sind. Schließlich soll der Besucher einer Website auf dem ersten Blick alle wichtigen Inhalte erfassen können. Das sollte idealerweise bei 1024x768 Bildpunkten der Fall sein, denn laut der Flashcounter-Webanalyse ist das mit 35,77 Prozent die häufigste Auflösung, gefolgt von 1280x1024 Pixeln mit 23,10 Prozent Marktanteil.

Dass Adobe Flash auf den meisten Rechnern installiert ist, dürfte niemanden überraschen: Zwischen 80,85 und 77,86 Prozent schwankt je nach der konkreten Flashversion der Verbreitungsgrad. Doch wie verhält es sich mit Silverlight, das Microsoft als direktes Konkurrenzprodukt zu Flash positionieren möchte? 10,77 sind das magere Ergebnis, da hat Microsoft also noch einen langen Weg vor sich.

Noch ein letztes Wort zur Suchmaschinennutzung. Google liegt natürlich klar vor, stellt sich nur die Frage: Wie weit vorn? Die Antwort des Flashcounters: Sehr, sehr weit von - 95,16 Prozent Marktanteil kann Google für sich in Anspruch nehmen. Yahoo! kommt auf 2,49 Prozent und MSN wird anscheinend nur in 1,51 Prozent der Fälle genutzt.

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