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China Mobile setzt auf Lenovo statt Apple

In China, dem mit etwa 700 Millionen Mobilfunkkunden weltgrößten Handymarkt, hat Apple eine Schlappe hinnehmen müssen. Der Mobilfunk-Marktführer China Mobile konnte sich nicht mit dem amerikanischen Herstellers über die Aufteilung der Einnahmen einigen und nimmt statt des iPhone das OPhone von Lenovo in sein Angebot auf.

Wie die Financial Times Deutschland schreibt, könnte das Lenovo-Handy, das eine speziell für China Mobile abgewandelte Form des Android-Betriebssystems von Google verwendet, schon im nächsten Monat in den Läden stehen. Es soll dann mehr als 4000 Yuan, umgerechnet rund 400 Euro, kosten und liegt damit etwa auf dem Niveau eines importierten iPhone.

Apple wird stattdessen das iPhone 3GS vermutlich für drei Jahre exklusiv über den zweitgrößten Mobilfunkbetreiber China Unicom verkaufen. Das Apple-Handy böte Unicom eine Möglichkeit, dem größeren Konkurrenten China Mobile die besonders wichtigen jungen Mobilfunknutzer abzuwerben. Diese Zielgruppe nimmt die Datenangebote des Netzbetreibers besonders schnell an. Derzeit beträgt der Anteil an Smartphones, die für den chinesischen UMTS-Standard TD-SCDMA und darauf aufbauenden Datenbeschleunigern gerüstet sind, gerade einmal etwa 10 Prozent der Mobilfunkkunden.

Die neuen Handys wie O- und iPhone, die besonders auf Internetfunktionen ausgerichtet sind, könnten das schnell ändern und den Netzbetreibern höhere Einnahmen bescheren. Dafür wird in China das Mobilfunknetz derzeit mit Mobilfunkstandards der dritten Generation aufgerüstet.

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