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OPIE1.2: überarbeitete QTopia-Oberfläche für Linux-Handhelds

04.04.2006 | 17:01 Uhr |

Auch im 2.Quartal 2005 sieht es nicht danach aus, dass Linux-betriebene PDAs oder Smartphones noch in diesem Jahr einen Durchbruch auf dem wachsenden Markt erringen können - nach den Prognosen der Zelos Group dürfte es ohnehin noch ein Weilchen dauern, bis sich die Hersteller neben Microsoft, Palm und Symbian einen vierten Kandidaten für full-featured Betriebssysteme auf breiter Basis ins Boot holen.



Derweil erfreuen sich Endgeräte, die auf mobilen Linux-Distributionen basieren, in Nordamerika und Ostasien ungebrochener Beliebtheit. Viele Nutzer dürfte es freuen, dass die auf QTopia basierende "Open Palmtop Integrated Environment" nun in ihrer neuen Version 1.2 vorgestellt wurde. Gegenüber der im November 2003 vorgestellten Version 1.0.3 hat sich laut den Release-Notes auf opie.handhelds.org eine ganze Menge getan. So verfügt OPIE1.2 über weitreichende Synchronisationsfeatures mit auf der Linux-Desktop-Software KDE basierenden Sync-Frameworks, darunter KitchenSync, MultiSync und QTopia Desktop.

Wie es sich für eine Linux-Oberfläche gehört, läuft OPIE auf einer ganzen Reihe von Plattformen, darunter auf vielen dedizierten Hewlett Packards iPAQ-PDAs, Sharps Kult-PDA Zaurus und einigen Siemens SIMpad-PDAs.



Zu den wichtigsten Neuerungen in OPIE1.2 gehört ein neues Backend für die umfangreichen PIM-Funktionen, das als Datenspeicher XML bzw. SQLite nutzt. Besitzer von Sharps C750 /760 oder 860-PDAs können sich über einen - ähnlich wie bei Microsofts Smartphone OS Second Edition - drehbaren Bildschirm und einige kleinere Tuneups des Interfaces freuen. Weiterhin sollen über 90 bekannte Bugs gefixed worden sein.

In der Standardinstallation, die man wie für Opensource-Software üblich direkt von den Quellcodes vornehmen kann und sollte, wird OPIE1.2 darüber hinaus einige neue Applikationen mitbringen, darunter einen vollständig überarbeiteten EMail-Client, einen verbesserten Bildviewer "Opie-Eye", ein Tool fürs Netzwerk-Browsing (das insbesondere bei Netzwerk-Administratoren beliebt sein dürfte) und zwei Browser für eTexts. OPIE bleibt weiterhin binärkompatibel zu Applikationen, die originär für Trolltechs QTopia kompiliert wurden.

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