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O2 stellt Direct Push-Dienste für Windows Smartphones vor

Erstmals sorgt Microsoft für den Durchbruch einer Monokultur: der beliebte Blackberry-Dienst bekommt jetzt dank eines neuen Produkts von O2 erstmals ernstzunehmende Konkurrenz.

Als erstem Netzbetreiber gelingt es O2, Microsofts eigene Push-Services auf dem deutschen Markt einzuführen. Die Lösung wird als härtester Konkurrent zum etablierten Blackberry-Dienst des Konkurrenten RIM gehandelt und bedient sich ausschließlich Microsoft-Software, um Daten vom Server aufs Windows Mobile 5.0-kompatible Endgerät zu "pushen".

Die Direct Push-Funktion ist elementarer Bestandteil des Messaging und Security Feature Packs (MSFP) für Windows Mobile, das O2 kostenlos seinem neuesten Smartphone XDA neo beilegt. Sie synchronisiert alle PIM-Daten eines Exchange-/Outlook-Systems automatisch in Echtzeit aufs Endgerät; außer einem entsprechend ausgestattetem Exchange-Server neuester Version (2003 SP2) und den Endgeräten ist keine weitere Hardware notwendig, um die Lösung zu betreiben.

Das Service Pack zum Betrieb der Push-Lösung stellt Microsoft als kostenlosen Download bereit. Interessenten empfiehlt O2 den Abschluss von zusätzlichen Data Packs zum Vertrag - Einsteiger zahlen z.B. für 30 MB ?8,50 netto zusätzlich pro Monat.

Der Push-Dienst dürfte vor allem Administratoren glücklich machen: sie müssen sich nicht in neue Server-Frontends wie intelliSync oder Blackberry Enterprise Server einarbeiten und können minutiös Rechte für bestimmte Datenbereiche und Nutzer vergeben. Ändern sich Rechte für einen Nutzer und sein Endgerät, werden sie automatisch über einen abgesicherten Kanal drahtlos aufs Smartphone versandt und sichern dort den Account vor unerwünschtem Zugriff ab. Geht ein Gerät verloren, lassen sich dessen Inhalte über den gleichen Kanal komplett zerstören. Da die Daten auf dem Server weiterhin verfügbar sind, gehen aber zu keiner Zeit Informationen verloren.

Auch dem Endkunden eröffnet sich mit Direct-Push und Windows Mobile 5.0 eine interessante Alternative zu den vorherrschenden Blackberries: das System kann Dateianhänge im Originalformat verarbeiten und dank entsprechender mobiler Office Suite auch komfortabel darstellen. Die Oberfläche der geräteeigenen PIM-Applikationen entspricht im wesentlichen der von Outlook, sodass der Umstieg aufs mobile Office denkbar leicht fallen sollte.

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