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O2 setzt auf günstigere Tarife

31.07.2007 | 08:36 Uhr |

Nach dem Gewinneinbruch und angekündigten Entlassungen will der neue Chef von O2 die Wettbewerbsfähigkeit des Mobilfunkanbieters durch günstigere Tarife aufrecht erhalten.

Jaime Smith Basterra, der neue Chef des Mobilfunkanbieters O2 , will das angeschlagene Unternehmen mit einer neuen Strategie weiterhin konkurrenzfähig machen. Der ehemalige Controller bei Telefonica hofft darauf, den Rivalen E-Plus schon bald bei der Kundenzahl zu übertreffen. Mit der Einführung eines Pauschaltarifs für Telefonate in alle Netze will man gegen die Konkurrenzprodukte Simyo und Base antreten. Die Kosten für die O2-Flatrate belaufen sich auf 68 Euro im Monat. Auch die Minutenpakete sollen im Schnitt rund 30 Prozent günstiger werden. Mit diesen Preisen unterbietet O2 die Tarife der Mitbewerber teils deutlich. Der Vorstand hofft darauf, so bei Umsatz und Kundenzahlen ordentlich zulegen zu können.

Das neue Tarifmodell von O2 markiert einen Strategiewechsel des Münchner Unternehmens. Die Tochterfirma der spanischen Telefonica ignorierte in den letzten Jahren die Sparmaßnahmen und Entlassungen der Mitbewerber T-Mobile, Vodafone D2 oder E-Plus. Ein Team von Finanzexperten der spanischen Mutterfirma versuchte sich daraufhin einen Überblick über die finanzielle Lage des Unternehmens zu machen. Der neu eingesetzte Chef Jaime Smith Basterra kündigte schließlich vor einer Woche die Entlassung von rund einem Fünftel der O2-Belegschaft an. Zudem sei eine Auslagerung des Handy-Netzes nach dem Vorbild von E-Plus nicht ausgeschlossen. Noch wäre darüber jedoch noch nicht endgültig entscheiden worden, erklärte ein O2-Sprecher.

Präzisere Pläne will O2 am Montag zusammen mit der Bilanz für das vergangene Quartal vorlegen. Das Unternehmen räumte jedoch bereits im Vorfeld ein, dass der hohe Kundenzuwachs den Umsatzrückgang in den letzten Monaten nicht ausgleichen konnte.

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