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High-End-Grafikchip GT200 auf der Computex

04.06.2008 | 13:08 Uhr |

Auf der Computex in Taiwan sind erste Referenz-Grafikkarten mit Nvidias kommender Grafikchip-Generation GT200 zu bestaunen.

Das Spitzenmodell Geforce GTX 280 trumpft mit fast doppelt so vielen Streaming-Prozessoren (flexibel einsetzbar als Vertex- Pixel- oder Geometrie-Shader) auf, wie das bisherige Flaggschiff Geforce 9800 GTX: Statt 128 Streaming-Prozessoren beherbergt die Geforce GTX jetzt 240 dieser universellen Shader-Einheiten. Und statt 16 besitzt der neue Geforce-Chip jetzt 32 ROPs Raster Operation Processor Partition) – eine glatte Verdopplung.

Grafikkarten mit dem Nvidia Geforce GTX 280 sind mit 1 GB GDDR3-Speicher ausgestattet. Die Speicheranbindung erfolgt über ein 512 Bit breites Interface. Wasserdichte Angaben zum Chip- und Speichertakt sind noch nicht bekannt. Als wahrscheinlich gilt ein Chiptakt von circa 600 MHz, die Streaming-Prozessoren werden mit etwa 1300 MHz arbeiten, und der Grafikspeicher soll mit mindestens 1100 MHz laufen. Insgesamt wird die Nvidia Geforce GTX 280 eine Rechenleistung von deutlich über 900 Gigaflops erreichen.

Krumme Zahlen: Ebenfalls auf dem GT200-Grafikchip basiert die Nvidia Geforce GTX 260. Allerdings hat Nvidia hier die Leistung etwas gedrosselt: Statt 240 sind es nur 192 Streaming-Prozessoren mit 24 ROPs. Grafikkarten mit dem Chip müssen zudem mit 896 MB GDDR3-Speicher und einem 448 Bit breitem Interface vorlieb nehmen. Auch die Taktfrequenzen hat Nvidia reduziert: Der Chiptakt beträgt circa 570 MHz und der Grafikspeicher arbeitet nur mit 1000 MHz.

Trotz PCI-Express-2.0-Schnittstelle dürften die beiden neuen Chips recht stromhungrig sein. Karten mit dem Nvidia Geforce GTX 280 müssen zwingend eine 6- und eine 8polige Strombuchse haben, Modelle mit dem Nvidia Geforce GTX 260 sind mit zwei 6poligen Buchsen ausgestattet. Beide Kartentypen besitzen die inzwischen zum Standard gehörenden zwei Dual-DVI-Ausgänge. Grafikkarten mit Nvidias neuem Spitzenmodell Geforce GTX 280 sollen ab 500 Euro zu haben sein, die GTX-260-Version wird für circa 400 Euro über die Ladentheke wandern.

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