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Nvidia stellt G-Sync für Gaming-Monitore vor

21.10.2013 | 09:55 Uhr |

Nvidia stellt ein kleines Modul namens G-Sync vor, das die Bildwiederholfrequenz des Monitors mit den Bildraten (Bilder pro Sekunde) des Grafikchips synchronisiert. Damit soll Schluss mit unliebsamen Rucklern, Verzögerungen und Tearing sein.

Nvidia möchte mit Hilfe von G-Sync einen flüssigere Darstellung der Bildschirminhalte gewährleisten. Denn viele Gamer kennen die Probleme, die sich beim Spielen am PC ergeben: Langsame Reaktionszeiten, Ruckler und sogenanntes Tearing ("Zerreißen" des Bildes) trüben den Spielgenuss. Schuld ist die asynchrone Verarbeitung von Bildern zwischen dem Monitor und der Grafikkarte.

Nvidia G-Sync – so funktioniert es

Nvidias G-Sync soll fortan den Monitor mit dem Grafikprozessor synchronisieren, indem es die Bildwiederholraten des Bildschirms an die Renderraten des Grafikprozessors angleicht: Die Darstellung der Bilder soll also in dem Moment erfolgen, in dem Sie die GPU auch wirklich rendert. Bei G-Sync selbst handelt es sich um ein kleines Modul, das Monitor-Hersteller in ihre Displays einbauen können. Eine weitere Voraussetzung ist eine Nvidia-Geforce-Grafikkarte mit einer GPU auf Basis der Kepler-Architektur , also Karten ab der GTX-600-Serie. Eine Liste der kompatiblen Grafikkarten hat der Hersteller unter diesem Link veröffentlicht.

Das G-Sync-Modul müssen Hersteller in ihre Monitore integrieren.
Vergrößern Das G-Sync-Modul müssen Hersteller in ihre Monitore integrieren.
© Nvidia

Bildschirme verfügen über feststehende Bildraten, meist sind es 60 Bilder pro Sekunde. Doch bei PC-Spielen rendern Grafikchips die Bilder mit unterschiedlichen Raten, das Resultat ist unschönes Tearing. Bisherige Lösungen wie die vertikale Synchronisation (V-Sync) minimieren das zwar, allerdings kann es danach zu Rucklern und Latenzen kommen, weil sich der Monitor und die GPU zu unterschiedlichen Zeiten auffrischen. G-Sync soll aber nun für optimale Synchronisation zwischen Monitor und Grafikkarte sorgen: Liefert die Grafikkarte kein Bild, dann erfolgt auch kein Refresh seitens des Bildschirms.

Größen aus der Spiele-Branche wie John Carmack (Doom) oder Johan Andersson (Dice) zeigen sich begeistert und sprechen davon, dass G-Sync eine "signifikant bessere visuelles Erlebnis" erlaubt und eine "wahre, innovative Lösung" ist.  Monitore mit dem G-Sync-Modul sind für das Jahr 2014 angekündigt, zu den ersten Anbietern zählen zum Beispiel Philips, Asus, Benq und Viewsonic. Für den Asus-Monitor VG248QE kündigt der taiwanische Hersteller für das erste Halbjahr 2014 auch ein Aufrüst-Kit an, um das Modul auch nachträglich selbst einzubauen.

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