Darf's etwas mehr sein: Nvidias Nforce-6-Chipsatz unterstützt bis zu drei 16x-PCI-Express-, sechs SATA-II- und zehn USB-2.0-Schnittstellen sowie Dual-Gigabit-LAN.
Grafikchip-Spezialist
Nvidia hat sich inzwischen auch bei PC-Chipsätzen einen guten Ruf erarbeitet. Insbesondere bei AMD-Fans sind die Nforce-Chipsätze beliebt. Nun folgt mit der Nforce-6-Familie auch ein opulent ausgestatteter Chipsatz für alle aktuellen Sockel-775-Prozessoren von Intel. Der Nforce 6 ist allerdings keine Neuentwicklung, sondern de facto eine fehlerbereinigte Version des Nforce 5 IE, bei dem angeblich schwerwiegende Probleme mit dem Front Side Bus und dem Speicher-Controller auftraten.
Nvidia bietet den Hauptplatinen-Herstellern drei Varianten des Nforce-6-Chipsatzes an, den Nforce 680i SLI, Nforce 650i SLI sowie Nforce 650i Ultra. Das Spitzenmodell
Nforce 680i SLI unterstützt exklusiv drei 16x-PCI-Express-Steckplätze. Der dritte Steckplatz ist für
spezialisierte PCI-Express-Karten vorgesehen, die sich um die Physikberechnung in 3D-Spielen kümmern.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal beim Nforce 680i SLI sind die sechs SATA-II-Schnittstellen - die beiden kleineren Brüder besitzen nur vier dieser Anschlüsse - sowie Dual-Gigabit-Ethernet inklusive der
Dualnet-Technik.
Nforce 680i SLI: Nvidias Referenz-Hauptplatine mit drei 16x-PCI-Express-Steckplätzen.
Und noch etwas hat der Nforce 680i SLI den beiden 650i-Varianten voraus: er unterstützt bis zu einer DDR2-Taktfrequenz von 600 MHz den Speicherstandard Enhanced Performance Profiles (EPP), den Nvidia im klassischen Marketing-Speak als "SLI-Ready Memory"-Technologie bezeichnet.
EPP erlaubt es, im Konfigurations-Chip des Speichermoduls, dem so genannten SPD-
EEPROM, zusätzliche Informationen abzulegen. Mit diese Extradaten lassen sich im Bios bequem die vom Speicherhersteller abgelegten Übertaktungs-Profile laden. So können Sie beispielsweise gefahrlos die Taktrate und die Zugriffszeiten des Arbeitsspeichers hochjubeln.
Die beiden Spielarten des Nforce 650i unterscheiden sich lediglich in einem Merkmal: Der Nforce 650i SLI besitzt zwei 8x-PCI-Express-Datenleitungen für den parallelen Betrieb von zwei Grafikkarten im SLI-Modus, während Nvidia dem Nforce 650i Ultra nur eine 16x-PCI-Express-Anbindung spendiert hat.
Im Überblick: Die nebenstehende Grafik listet noch einmal alle wichtigen Unterschiede zwischen den drei Nforce-6-Varianten auf.
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