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Nvidia steigt ins Chipsatzgeschäft ein

06.06.2001 | 12:32 Uhr |

Nvidia will ab sofort Intel, VIA und SIS in Sachen Chipsätze Konkurrenz machen. Der Chipsatz Nforce soll in zwei verschiedenen Versionen auf den Markt bringen. Wichtige Hersteller konnte Nvidia bereits überzeugen.

Auch wenn es auf der taiwanischen Computermesse Computex niemand offiziell zugeben mag: Auch die Hardware-Zulieferer sind vom sinkenden PC-Absatz betroffen und müssen ihre Umsatzprognosen nach unten korrigieren. Trotzdem verbreiten die Aussteller gegenüber den Messebesuchern gute Laune und versuchen, mit allen Mitteln auf ihren Stand aufmerksam zu machen: je lauter, desto besser. So das Motto.

Das negative Wirtschaftsumfeld hält die Grafikchipschmiede Nvidia jedoch nicht davon ab, sich nach neuen Gefilden umzusehen. Nvidia will ab sofort Intel, VIA und SIS in Sachen Chipsätze Konkurrenz machen. Der Chipsatz namens Nforce besteht aus zwei Chips: dem IGP (Integrated Graphics Processor) und dem MCP (Media and Communications Processor). Interessant, um die Leistung des Chipsatzes abschätzen zu können: Der IGP-Chip nutzt die gleiche Grafikengine wie Nvidias Geforce 2 MX. Der MCP-Baustein wartet gleichfalls mit einigen Schmankerln auf: neben der obligatorischen Schnittstellenunterstützung wie ATA100 und USB mit Fast-Ethernet und V.92-Telefonie. Ferner unterstützt der Chip Dolby 5.1.

Den Chipsatz wird es in zwei Versionen geben - beide sind DDR-SDRAM-Lösungen für AMDs Athlon- und Duron-Familien. Die Brot-und-Butter-Version des Nforce ist der 220, für High-End-Maschinen gedacht ist der 420, der vor allem den Speicher schneller anspricht. Mit Asus, Gigabyte, MSI und Abit hat Nvidia bereits einige wichtige Hersteller gewonnen, die ihre Platinen mit dem Nforce-Chipsatz bestücken wollen.

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