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Nvidia präsentiert Chipsatz für AMDs 4x4-Plattform Godfather

30.11.2006 | 15:01 Uhr |

Nvidias brandneuer Chipsatz Nforce 680a ist für Hauptplatinen mit zwei Sockel-F-Prozessorsteckplätze konzipiert. Weitere Besonderheit: vier 16x-PCI-Express-Steckplätze.

Grafikchip-Spezialist Nvidia bohrt für AMDs 4x4-Plattform, Codename Godfather, den Nforce-5-Chipsatz auf: Der Nforce 680a SLI ist de facto ein Workstation-Chipsatz für Zweiwege-Systeme auf Basis der Sockel-F-Prozessoren der Athlon-64-FX-Familie mit 1207 Signalkontakten. Zwei Dual-Core-CPUs ergeben nach Adam Riese also die erste 4 in der 4x4-Plattform von AMD. Die FX-Prozessoren für die 4x4-Plattform will AMD übrigens nur im Doppelpack verkaufen. Zum Start stehen drei Pärchen zur Auswahl: der Athlon 64 FX-70 , FX-72 sowie FX-74 mit 2,6, 2,8 respektive 3,0 GHz zum Paarpreis von 600, 800 beziehungsweise 1000 Euro.

Die beiden Prozessorsteckplätze kommunizieren über einen Hypertransportlink und sind - ebenfalls via Hypertransport - jeweils mit einem 680a-Chip verbunden. Dabei steuert jeder Prozessorsteckplatz zwei DDR2-Speicherkanäle an, die den Dual-Channel-Modus beherrschen. Die Kanäle sind für ungepufferte DDR2-800-Speicherriegel ausgelegt.

Insgesamt unterstützt der Nforce 680a SLI sage und schreibe 56 PCI-Express-Datenleitungen. Den Großteil davon beanspruchen auf Nforce-680a-Hauptplatinen die vier mechanischen 16x-PCI-Express-Steckplätzen, die elektrisch als 2 x 16x und 2 x 8x ausgeführt sind. Dadurch lassen sich bis zu vier Grafikkarten gleichzeitig betreiben, die sich im Quad-SLI-Modus gemeinsam um den Bildaufbau kümmern können. Daher der Name 4x4.

Blockschaltbild des Nvidia-Chipsatzes Nforce 680a SLI

Auch bei den weiteren Schnittstellen hat Nvidia beim Nforce 680a SLI geklotzt: Ein Dutzend SATA-II-Datenleitungen sowie zwei PATA-Kanäle bieten Anschluss für maximal 16 Laufwerke. Der integrierte SATA-Raid-Controller beherrscht die Modi 0,1,0+1 sowie 5. Hinzu kommen vier Gigabit-Ethernet-Anschlüsse, die sowohl die Dualnet-Technik als auch die First Packet Technologie unterstützen. Damit lässt sich der Netzwerkverkehr priorisieren - etwa um bei einem Online-Spiel möglichst niedrige Ping-Zeiten zu gewährleisten, ohne dass Sie auf weitere Netzwerkaktivitäten wie beispielsweise Downloads verzichten müssen.

Hinzu kommen bis zu 20 USB-2.0-Ports und 10 PCI-Datenleitungen, die der Chipsatz theoretisch unterstützt. Ebenfalls an Bord: ein integrierter High-Definition-Audiochip, der Raumklang mit bis zu acht Kanälen unterstützt. Der Soundchip lässt sich auch über eine optische S/P-DIF-Schnittstelle ansteuern.

Volles Programm: Nvidias 680a-Referenzplatine protzt mit jeder Menge Steckplätzen und einer Fülle von Schnittstellen

Für den passenden Untersatz der 4x4-Referenzplattform hat AMD Asus auserkoren. Der taiwanesische Hardware-Gigant stellt dafür die Nforce-680a-SLI-Hauptplatine L1N64-SLI WS, deren Straßenpreis bei circa 300 Euro liegen soll. Ob auch andere Hauptplatinenhersteller auf den 4x4-Zug aufspringen, hängt von der Marktakzeptanz der recht teuren Plattform ab. Sobald sich AMD in der Lage sieht, die Fachpresse mit Testmustern zu versorgen, können auch wir Ihnen verraten, wie sich 4x4 im Vergleich zu Intels erstem Vier-Kern-Prozessor Core 2 Extreme QX6700 ( Test ) schlägt.

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