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Nvidia gehen dank Medion die Chips aus

28.10.2002 | 10:45 Uhr |

Der Grund für Lieferengpässe bei einigen Nvidia-Grafikchips scheint gefunden. Der deutsche PC-Anbieter Medion soll bis Weihnachten rund 400.000 Grafikkarten mit Nvidia-Chips bei taiwanischen Herstellern bestellt haben.

Der Grund für Lieferengpässe bei einigen Nvidia-Grafikchips scheint gefunden. Der deutsche PC-Anbieter Medion soll bis Weihnachten rund 400.000 Grafikkarten mit Nvidia-Chips bei taiwanischen Herstellern bestellt haben, wie der IT-Nachrichtendienst Digitimes meldet.

Seit einigen Tagen machen Berichte über Lieferengpässe bei Nvidias Geforce-4 Ti4200, Ti4600 und MX-440-Grafikchips die Runde. Manche Branchenkenner spekulierten zunächst, dass der Grafikriese diese Modelle, die noch auf AGP 4x basieren, bewusst verknappen würde, um so den Umstieg auf die neuen AGP 8x-Versionen Ti4200-8X und MX440-8X zu beschleunigen.

Das scheint aber nicht der Grund zu sein, stattdessen kauft Medion die Produktion auf, um sich für das Weihnachtsgeschäft zu wappnen. Zwar bestätigten die fernöstlichen Hersteller diese Meldung nicht, Nvidia räumte aber ein, für die Ti4200-Reihe eine Zeitlang keine neuen Bestellungen mehr erfüllen zu können. Anders sei es bei den Ti 4600-Chips, für die es keine Lieferprobleme geben soll.

Die starke Nachfrage nach Nvidia-basierten Karten hat auch Auswirkungen auf die Preise für DDR-Speicherbausteine für Grafikkarten. Diese ziehen dementsprechend an.

Auch ATI kann sich über mangelnde Nachfrage nicht beklagen. Besonders aus Europa und Asien sollen zahlreiche Bestellungen eingehen.

Schwere Zeiten für Nvidia: ATI bringt drei neue Grafikchips (PC-WELT Online, 24.10.2002)

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