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Nvidia führt neue Sprache ein: "C for graphics"

14.06.2002 | 11:15 Uhr |

Grafikchipgigant Nvidia hat jetzt eine "C for graphics" genannte Sprache vorgestellt. Sie soll es Entwicklern ermöglichen, Echzeit-Grafiken in Kinoqualität einfacher und zeitsparender als bisher zu erstellen.

Grafikchiphersteller Nvidia hat jetzt eine "C for graphics" (Cg) genannte Sprache vorgestellt. Sie soll es Entwicklern ermöglichen, Echzeit-Grafiken in Kinoqualität einfacher und zeitsparender als bisher zu erstellen.

Hauptgrund für die Zeit-Ersparnis: Bislang mußten Entwickler in Maschinensprache programmieren, um Grafiken in Kinoqualität zu bekommen, so Dr. Jon Peddie, Präsident von Jon Peddie Research - ein nach seinen Worten "schmerzlich langsamer Prozess". Stattdessen kommt nun eine C-ähnliche Syntax zum Einsatz.

Darüber hinaus verfügt Cg nach Angaben von Nvidia noch über einige weitere Vorteile: Zum einen bietet Cg eine so genannte "forward" und "backward compatibility": Das heißt, Programme sollen auf alten und neuen (Cg-kompatiblen) GPUs laufen und automatisch für deren Geschwindigkeit optimiert werden. Entwickler müssen sich dann nicht mehr mit der Optimierung für verschiedene GPUs befassen. Zum anderen unterstützt Cg Programme, die für verschiedene Plattformen - Windows, OS X, Linux, Mac und Xbox - geschrieben wurden.

Welche Stücke Nvidia indes auf Cg hält geht aus Bemerkungen des CEOs, Jen Hsun Huang, hervor. Er bezeichnet Cg als einen "signifikanten Meilenstein" für die Grafikindustrie und erklärte: "Cg wird für GPUs tun, was C und C++ für CPUs geleistet haben."

Effekte mit Cg Shaders (Quelle: www.nvidia.com)

Auf der "The Gathering 2" - einer Veranstaltung für Entwickler - lies Nvidia seinen Worten auch gleich Taten folgen und zeigte die erste Version des Cg-Toolkits. Es enthält einen Cg Compiler, einen Cg Browser, ein CgFX Dateiformat, eine Cg Standard-Bibliothek und eine Zusammenstellung vorgefertigter Cg Shader. Das Kit und viele weitere Infos gibt es hier .

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