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Nvidia Geforce GTX 1080 vorgestellt

07.05.2016 | 12:02 Uhr |

Während eines Twitch-Livestreams stellte der Grafikchip-Hersteller seine neuste Grafikkarte Nvidia Geforce GTX 1080 vor, die die neue GPU-Architektur Pascal nutzt. Neben der Hardware gabe es auch einige neue Techniken zu sehen.

Nvidia hat sein aktuellstes Grafikkarten-Modell vorgestellt: die Geforce GTX 1080. Das Modell nutzt die brandneue Pascal-Architektur. Die Enthüllung erfolgte während eines Livestreams auf Twitch.tv in Austin, Texas. Neben des neuen Flaggschiffs gab es auch weitere neue Techniken zu sehen. Dazu zählen eine neue, im Grafiktreiber integrierte Ingame-Kamera namens Nvidia Ansel, eine VR-Audio-Technik und eine neue Display-Technik mit dem Namen „Simultaneous Multi-Projection“, von der besonders Nutzer von mehreren Monitoren oder VR profitieren.

Nvidia Geforce GTX 1080 & 1070 - Alle Infos

Highlights der Nvidia Geforce GTX 1080

Nach Nvidias Angaben soll die Geforce GTX 1080 eine Menge Leistung unter der Haube haben: Sie soll zweimal flotter als eine GTX Titan X arbeiten und auch schneller als ein Verbund aus zwei GTX 980 sein, und das bei einem geringeren Stromverbrauch. All dies erreicht der Hersteller unter anderem durch eine Verkleinerung der Strukturbreite auf 16 Nanometer – dabei handelt es sich dann auch um den ersten Grafikchip, der in diesem Prozess gefertigt wird.

Laut Nvidia soll die GTX 1080 sparsam arbeiten und dennoch massig Leistung bieten.
Vergrößern Laut Nvidia soll die GTX 1080 sparsam arbeiten und dennoch massig Leistung bieten.

Auch der Einsatz des neuen GDDR5X-Speichers und eine besondere Fertigung der Grafikkarte an sich sollen einen großen Leistungs- und Effizienzsprung gegenüber dem Vorgänger ermöglichen. Laut Nvidia sollen am Pascal-Chip über zwei Jahre mehrere tausend Entwickler und einige Milliarden US-Dollar beiteiligt gewesen sein.

Die GTX 1080 soll "nur" 599 Us-Dollar kosten.
Vergrößern Die GTX 1080 soll "nur" 599 Us-Dollar kosten.

Performance-Demo anhand von Projekt Paragon

Die Leistung demonstrierte der Hersteller live auf der Bühne anhand einer Demo des Projekts Paragon in der „Unreal Engine 4“ von Epic. Neben beeindruckenden Grafikeffekten in Echtzeit blendete Nvidia auch die Leistungsdaten der GTX 1080 ein: Der GPU-Takt lag bei extremen 2114 MHz, der Speicher arbeitete mit 1337 MHz. Dabei pendelte die Temperatur lediglich zwischen 65 und 67 Grad Celsius. Die Grafikkarte lag dabei im Referenz-Design, sprich mit der regulären Luftkühlung, vor. Eine weitere Folie zeigte, dass die Leistungsaufnahme bei etwa 180 Watt liegt.

Die Live-Demo basierte auf Projekt Paragon und der Unreal Enginge 4 von Epic.
Vergrößern Die Live-Demo basierte auf Projekt Paragon und der Unreal Enginge 4 von Epic.

Der verbaute GDDR5X-Grafikspeicher von Micron beläuft sich bei der GTX 1080 auf acht Gigabyte, die Breite des Speicher-Interfaces ist bisher unbekannt. Die Shader-Einheiten zählen 2560 Stück. Verfügbar ist die Karte ab 27. Mai 2016 für 599 US-Dollar (unverbindliche Preisempfehlung), die sogenannte Founders Edition mit besonderem Kühl-Design gibt es für 699.

Nvidia Geforce GTX 1070 mit im Gepäck

Ebenfalls kurz vorgestellt wurde die Geforce GTX 1070, bei der es sich voraussichtlich um das günstigere Preis-Leistungs-Modell handeln dürfte. Auch diese Karte ist mit 8 GB Grafikspeicher bestückt, alerdings handelt es sich dabei um die reguläre GDDR5-Version. Immerhin soll die Grafikkarte auch noch schneller sein als eine GTX Titan X. Die GTX 1070 soll es für 379 respektive 449 (Founders Edition) US-Dollar geben, der Marktstart soll am 10. Juni 2016 erfolgen. Ob die Behauptungen von Nvidia stimmen, wird nur ein ausführlicher Test zeigen.

Die GTX soll sogar nur für 379 US-Dollar den Besitzer wechseln.
Vergrößern Die GTX soll sogar nur für 379 US-Dollar den Besitzer wechseln.

Weitere Techniken vorgestellt

Nvidia hatte noch mehr zu bieten: Die Audio-Technik „VRWorks Audio“ ermöglicht eine in Echtzeit berechnete Simulation von Schallwellen, die sich möglichst realitätsnah in der VR-Anwendung (Virtual Reality) anhören soll – sogenannte „Audiopfade“ sollen sich also an Objekten brechen können. Nvidia stellt eine Demo namens „Funhouse“ zur Verfügung, um sich von der Technik selbst überzeugen zu können.

Dank Nvidia VRWorks Audio soll der Ton noch realistischer klingen, berechnet wird natürlich in Echtzeit.
Vergrößern Dank Nvidia VRWorks Audio soll der Ton noch realistischer klingen, berechnet wird natürlich in Echtzeit.

Die nächste Neuerung ist Nvidia Ansel. Hierbei handelt es sich um eine Ingame-Kamera, um noch individuellere Spiele-Screenshots zu erstellen. Die Ansel-Kamera lässt sich innerhalb von Spielen frei bewegen und erlaubt sogar eine 360-Grad-Ansicht, Filter und Spezialeffekte. Nvidia integriert Ansel direkt in den Grafiktreiber. Möglich ist auch eine maximal 32-fache Hochskalierung der Screenshots. Auch eine Smartphone-App bietet Nvidia an, um die Inhalte an seinem mobilen Endgerät anzusehen, beispielsweise mit Google Cardboard.

Bei Nvidia Ansel handelt es sich um eine flexible Ingame-Kamera.
Vergrößern Bei Nvidia Ansel handelt es sich um eine flexible Ingame-Kamera.

Die nächste Technik hört auf den Namen „Simultaneous Multi-Projection“. Dank insgesamt 16 sogenannter Viewports, die die Pascal-Grafikkarten nun verarbeiten können, sollen Grafiken und Objekte in einem Multi-Monitor- oder VR-Setup nicht mehr verzerrt dargestellt werden.

Dank der verbesserten Nvidia-Technik soll die Daarstellung noch immersiver sein.
Vergrößern Dank der verbesserten Nvidia-Technik soll die Daarstellung noch immersiver sein.
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