Nutzer wollen Win-Vollversionen

Montag den 15.01.2001 um 15:58 Uhr

von Markus Pilzweger

Falls Microsoft das neue Lizenzmodell wirklich einführt, kann sich Bill Gates schon mal warm anziehen. Die Nutzer laufen Sturm gegen Windows-Versionen, deren Lizenz sich lediglich auf einen Rechner beschränkt.

Falls Microsoft das neue Lizenzmodell wirklich einführt, kann sich Bill Gates schon mal warm anziehen. Die Nutzer laufen Sturm gegen Windows-Versionen, deren Lizenz sich lediglich auf einen Rechner beschränkt.

Das Problem ist einleuchtend: Falls der Anwender seinen Rechner wechselt, müsste er sich künftig ein weiteres Betriebssystem kaufen, obwohl auf seinem alten Rechner bereits eine bezahlte Version vorhanden ist. Der Nutzer würde somit bei jedem Hardware-Wechsel erneut zur Kasse gebeten werden.

Microsoft möchte dieses Lizenzmodell, bei dem die Lizenz nur für den Rechner gilt, auf denen das Betriebssystem anfangs installiert wurde, bereits bei Windows Whistler einführen.

Auch unsere Leser halten diese Ankündigungen eher für Wegelagerei als für eine Waffe im Kampf gegen das Raubkopieren. Die überwältigende Mehrheit von 96 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an unserer Umfrage ist der Meinung, dass die Nutzung eines Betriebssystems unabhängig vom Rechner sein sollte.

Lediglich zwei Prozent konnten in dem Modell einen gewissen Nutzen im Kampf gegen Windows-Raubkopien erkennen und weiteren zwei Prozent war es völlig egal, ob sie künftig mehrmals zur Kasse gebeten werden.

An der Umfrage haben insgesamt 1504 Leserinnen und Leser teilgenommen.

Auch unsere nächste Umfrage birgt ein heißes Eisen. Angeblich soll der Internet Explorer 6 nicht mehr kostenlos angeboten werden, sondern nur noch als Verkaufsversion in den Regalen stehen.

Die Beta-Version des Browsers soll nur noch als Teil von Whistler lauffähig sein, für andere Betriebssysteme sieht es wohl schlecht aus. Was halten Sie von derartigen Plänen? (PC-WELT, 15.01.2001, mp)

PC-WELT Aktion: Aktuelle Umfrage der Woche

Montag den 15.01.2001 um 15:58 Uhr

von Markus Pilzweger

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