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Nuance arbeitet an der Stimme-ID

23.06.2015 | 11:43 Uhr |

Weder ein herkömmliches Passwort noch die Authentifizierung über den Fingerabdruck erscheint Nuance sicher genug – und entwickelt einen Zugang per Stimme.

Nuance, bekannt unter anderem für seine Spracherkennungssoftware Dragon Dictate auf dem Mac und für die Mitwirkung bei Apples Siri, arbeitet nach einem Bericht des österreichischen Web-Portals Futurezone an einer Authentifizierung per Stimme, die sicherer sein soll als eine Anmeldung über Kennwörter oder den Fingerabdruck. ”Voice Biometrics” nennen die Entwickler ihr Verfahren. Demnach analysiert das System sowohl die Stimmlage als auch die Sprachmelodie des Nutzers und könne auf diese Weise auch über das Telefon eingesetzt werden. Angeblich erkennt die Software auch, wenn es sich lediglich um eine (möglicherweise regelwidrig eingesetzte) Tonaufnahme handelt. Dabei unterscheiden die Entwickler zwischen einer aktiven Variante, bei der eine bestimmte vorgegebene Phrase vorzulesen ist, und eine passive. Bei dieser überprüfe das System anhand beliebiger Sprachinhalte die Identität des Anwenders. Eine besondere Hardware sei für das Verfahren nicht notwendig, und es ist demnach prinzipiell unabhängig vom eingesetzten Betriebssystem, sei auf älteren oder neueren Handy respektive Smartphones.

Einige Banken sollen Voice Biometrics schon für das Einloggen von Kunden beim Tele- und Online-Banking per Handy-App einsetzen. Dabei kommt das aktive Verfahren zur Anwendung, bei der eine bestimmte Wortfolge oder ein Satz vorzulesen ist. Bislang sind aber aus Sicherheitsgründen zusätzlich TAN-Codes verwenden. Auch deutschsprachige Banken würden sich bereits dafür interessieren, der Einsatz soll bald erfolgen. Ein weiterer Augenmerk liegt auf den Datenschutz. Hier sei es prinzipiell möglich, auf das Speichern von Merkmalen zur Identifikation in der Cloud zu verzichten.

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