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Deutsche Unternehmen für Abschwung gerüstet

25.11.2008 | 12:45 Uhr |

Der überwiegende Großteil der deutschen Unternehmen hat allen Anlass, dem bevorstehenden Wirtschaftsabschwung relativ gelassen gegenüber zu stehen. So seien Firmen hierzulande im internationalen Vergleich bedeutend besser auf Krisenzeiten vorbereitet als in anderen Ländern.

Wie das Beratungsunternehmen Watson Wyatt aufzeigt, verfügen 87 Prozent der deutschen Unternehmen über Notfallpläne für eine Rezession. Zwar ist angesichts der wirtschaftlichen Schieflage ein massiver Stellenabbau zu erwarten, existenzbedrohende Szenarien dürften jedoch ausbleiben.

"Die Notfallpläne sehen vor, welche Maßnahmen ein Unternehmen ergreift, wenn die Konjunktur einbricht oder die Umsätze ausbleiben", erklärt Bernd Süßmuth, Head of Talent Management Germany bei Watson Wyatt, im Gespräch mit pressetext. Für derartige Fälle stehen den Verantwortlichen rund 20 verschiedene existenzsichernde Möglichkeiten zur Verfügung. An erster Stelle würden sich deutsche Unternehmen mit potenziellen Einstellungsstopps rüsten, um wirtschaftlich turbulente Zeiten zu überbrücken. "Die Unternehmen haben eine Reihe von möglichen Maßnahmen genannt, die im Notfall ergriffen werden können. Dazu zählen etwa Entlassungen, die Restrukturierung von Unternehmensteilen oder die Aussetzung von Gehaltsrunden", so Süßmuth.

"In Europa verfügt ein deutlich höherer Anteil der Unternehmen über Notfallpläne als im weltweiten Vergleich etwa die USA", meint Süßmuth gegenüber pressetext. Liegen die Betriebe europaweit mit rund 80 Prozent noch knapp auf Deutschland-Niveau, so halten nur 67 Prozent der US-amerikanischen Unternehmen Notfallpläne bereit. Dabei betreffe die ungewisse Zukunft besonders das Thema Personal. Für die Mitarbeiter selbst habe die Arbeitsplatzsicherheit oberste Priorität bei der Wahl des Arbeitgebers, was die derzeit wirtschaftlich ungewissen Bedingungen widerspiegelt. Erst danach folgen Grundgehalt und die Art der Tätigkeit. Dabei sei der Erfolg eines Unternehmens jedoch maßgeblich davon abhängig, die "richtigen Mitarbeiter" zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. (pte)

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