Notebooks und mehr

Media-Markt-Prospekt im Schnäppchen-Check

Freitag, 20.04.2012 | 11:15 von Thomas Rau
Viele Eier, viele Schnäppchen? PC-WELT checkt die aktuellen Media-Markt-Angebote
Vergrößern Viele Eier, viele Schnäppchen? PC-WELT checkt die aktuellen Media-Markt-Angebote
"Wir brauchen Eier" forderte einst Titan Kahn. Der Media-Markt hat sie - immer noch. Auch im aktuellen Prospekt läuft die Osteraktionen mit versandkostenfreier Lieferung. Ob die Angebote frischer sind, klärt der PC-WELT-Check.
Ostern ist beim roten Elektronik-Riesen noch nicht vorbei – die Zeit der attraktiven und überraschenden Angebote scheinbar schon: Zumindest, was die Notebooks angeht. Denn statt Last-Minute-Schnäppchen mit Sandy-Bridge-CPU, die man kurz vor dem Start von Intels neuer Prozessor-Generation Ivy Bridge, der wohl nächste Woche erfolgen wird, erwarten könnte, gibt es nur einen großen PC-Ersatz mit mauer Leistung, ein Multimedia-Notebook mit scheinbar auffälligem Bildschirm und ein aufgeblasenes Netbook. Ebenfalls mit dabei: ein All-in-One-PC, ein E-Book-Reader sowie eine supergünstige Kompaktkamera. PC-WELT schaut genau hin, ob sich die Angebote lohnen.

Notebooks

Packard Bell Easynote ENLS11HR-2354G50Mnkk für 579 Euro

"Schicke Reisebegleitung" steht im Prospekt über das Packard-Bell-Notebook – bei einem 17,3-Zoll-Laptop mit über drei Kilo Gewicht kann man das nicht ernst nehmen. Er dient eher als PC-Ersatz auf dem Schreibtisch für Anwender, die einen großen Bildschirm, aber nicht hohe Leistung fordern. Den ganz vorne im Temporennen liegen weder der Prozessor Intel Core i3-2350M (2,3 GHz) noch die Grafikkarte AMD Radeon HD 7470M, die für die meisten halbwegs aktuellen Spiele  in der maximalen Auflösung von 1600 x 900 zu langsam ist. Außerdem fehlt die schnelle Schnittstelle USB 3.0. Wenn es unbedingt das Packard-Bell-Notebok sein soll, dann sollten sie es nicht beim Media-Markt kaufen: Im Internet finden Sie zum gleichen Preis auch Modelle des Easynote mit Core i5 und besserer Grafikkarte.

Fehlerhaft: In der ersten Version des Prospekts standen
falsche Angaben zum HP Pavilion dv6
Vergrößern Fehlerhaft: In der ersten Version des Prospekts standen falsche Angaben zum HP Pavilion dv6

HP Pavilion dv6-6c32eg für 799 Euro

Dass Sie Prospekt-Angaben durchaus mit Misstrauen begegnen sollten, beweist das HP-Notebook. Im Newsletter, dem Media-Markt am Donnerstag Abend verschickte, wurde für das Pavilion dv6 die Bildschirmgröße 16,4 Zoll und die ungewöhnliche Auflösung von 1900 x 1080 Bildpunkten angegeben - ein Blu-ray-Laufwerk sollte es überdies haben. Auf der Webseite von HP sind für dieses Modell aber 15,6 Zoll Bildschirmgröße bei 1366 x 768 Bildpunkten angegeben - Standardgröße und -auflösung also. Und statt Blu-ray gibt es nur einen DVD-Brenner. Inzwischen hat auch Media Markt den Prospekt entsprechend korrigiert. Damit wird das HP-Notebook zum leistungsfähigen Allrounder mit sehr ordentlicher Grafikkarte. Wer auf die 3D-Leistung verzichten kann, kommt aber deutlich günstiger weg: Bei Amazon gibt es das Acer Aspire 5755G mit gleichem Prozessor, ausreichenden 4 GB RAM und der schwächeren Grafikkarte GT 630M für über 200 Euro weniger.

Acer Aspire One 722 für 349 Euro

Das Acer-Netbook mit 11,6-Zoll-Bildschirm ist höchstens empfehlenswert, wenn Sie tatsächlich ein ultra-mobiles und kleines Netbook zum Internetsurfen suchen. Ansonsten bekommen Sie für rund 50 Euro mehr auch schon ein ausgewachsenes 15,6-Zoll-Notebook mit dem etwas besseren Prozessor AMD E-350, zum Beispiel das Toshiba Satellite C660D : Diese Alternative ist dann nicht wirklich schneller, bietet aber mehr Anschlüsse, ein größeres Display, eine größere Tastatur und ein optisches Laufwerk. Immerhin ist das Acer-Netbook mit Windows Home Premium, nicht der funktionsreduzierten Starter-Edition ausgestattet, der Prozessor beziehungsweise sein Grafikkern reicht für das Abspielen von Full-HD-Filmen, die Sie per HDMI-Ausgang auch an einem großen Fernseher anschauen können.

Test: Toshiba Satellite C660D

All-in-One-PC

Dell Inspiron One 23 für 599 Euro

Der All-in-One setzt auf Notebook-Komponenten, was sich auch in der Leistung niederschlägt - ein Leistungsmonster dürfen Sie nicht erwarten, vom Spielen gar nicht erst zu reden. Dafür ist der Touch-PC sparsam im Verbrauch und bietet viele Anschlüsse sowie die Möglichkeit, das Gerät auch als Fernseher zu verwenden. Wer das hübsche Design und das schlanke Formformat schätzt und sich sowieso nur auf den multimedialen Bereich beschränkt, sollte zugreifen - aber nicht zu einem Preis von knapp 600 Euro, weil der Bildschirm-PC mittlerweile schon in die Jahre gekommen ist und sich auch kaum noch im Verkauf befindet.

Test: Dell Inspiron One 23

Digitalkamera

Panasonic Lumix DMC-FS14 für 69 Euro

Auf der Panasonic-Website ist diese Digitalkamera nicht zu finden, lediglich ein technisch identisches Modelle namens DMC-FS16. Daher vermuten wir, dass die DMC-FS14 speziellen Verkaufskanälen wie dem Media-Markt vorbehalten ist.
Die FS-Serie enthält die Einsteigermodelle des Herstellers. Allerdings wartet die DMC-FS14 durchaus mit einigen tollen Ausstattungsmerkmalen auf: So stammt das 4fach-Objektiv aus dem Hause Leica und setzt eine Brennweite von 28 bis 112 Millimeter ein. Auch der optische Bildstabilisator ist in dieser Preisklasse eine Besonderheit. Das Display fällt mit 2,7 Zoll zwar etwas klein aus, ist aber bei Einsteigerkameras üblich. Im Internet erzielt die DMC-FS14 Preise ab 90 Euro - daher ist das Mediamarkt-Angebot ein echtes Schnäppchen.

E-Book-Reader

Kobo eReader Touch Edition für 99 Euro

99 Euro für den Ebook-Reader Touch Edition von Kobo sind ein gutes Angebot, billiger gibt es das Gerät inklusive Versandkosten auch im Internet nicht. Auch sonst macht der Kobo-Reader eine ausgesprochen gute Figur und kommt bei Display, Bedienung und Akkulaufzeit fast an den Kindle von Amazon heran. Den gibt es mit berührungsempfindlichem Bildschirm in Deutschland erst in einer Woche – zum Preis von 129 Euro.

Test: Amazon Kindle Touch

Freitag, 20.04.2012 | 11:15 von Thomas Rau
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