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Note 7 explodiert in Hosentasche – Mann verbrannt

19.09.2016 | 14:28 Uhr |

Ein Note 7 explodierte offensichtlich in der Hosentasche eines Mannes und verbrannte ihn am Oberschenkel. Das Opfer verklagt Samsung. Samsung verkauft mittlerweile Unternehmensanteile.

In den USA hat ein Mann, der durch ein explodierendes Note 7 Verbrennungen erlitten hat, Samsung auf Schadenersatz verklagt. Das Note 7 explodierte nach US-Medienberichten in der rechten Hosentasche von Jonathan Strobel, der in Florida studiert. Fotos zeigen nicht nur ein verkohltes Note 7, sondern auch das Loch in der Hose des Geschädigten. Der Mann liegt auf dem Foto am Boden und hat ganz offensichtlich am rechten Oberschenkel Verbrennungen davon getragen. Außerdem verbrannte sich der Mann den linken Daumen.

Der Vorfall soll sich laut Strobel bereits am 9. September zugetragen haben. Am 16. September reichte der Rechtsanwalt von Strobel, der im Bereich TV und Radio tätig ist, Klage gegen Samsung ein. In der Klageschrift gegen Samsung heißt es sinngemäß, dass das Note 7 nicht geeignet und sicher für die Benutzer und die geplante Verwendung gewesen sei, als Samsung es produziert habe. Samsung habe gewusst oder hätte zumindest wissen müssen, dass das Note 7 Benutzer verletzen könne.

Strobel will 15.000 Dollar Schadenersatz (rund 13.440 Euro) – für die USA, wo Schmerzensgeldklagen oft horrende Ausmaße annehmen, eine ungewöhnlich niedrige Forderung. Das dürfte die erste Klage sein, die jemand gegen Samsung wegen des Note-7-Akku-Problems eingereicht hat. Samsung hat gegenüber ABC News eingeräumt, dass es Kenntnis von dem Vorfall habe. Mehr wollte der südkoreanische Konzern dazu aber nicht sagen.

Samsung verkauft Firmenanteile

Samsung verkauft jetzt Anteile an vier bekannten Technologie-Unternehmen. Vermutlich sollen damit die Kosten, die der Note-7-Rückruf verursacht, zumindest teilweise aufgefangen werden. Das Wall Street Journal beziffert die Kosten des Rückrufs auf mindestens 895 Millionen Euro. Offiziell sagt Samsung nur, dass es sich auf seine Kerngeschäfte konzentrieren wolle.

Konkret trennt sich Samsung laut einem Bericht von Bloomberg von Anteilen an ASML Holding NV, Seagate Technology Plc, Rambus Inc. und Sharp Corp.

Samsung verkauft die Hälfte seiner Anteile an ASML; dabei soll es sich um 6,3 Millionen Anteile im Wert von 606 Millionen Euro handeln. Bei Seagate trennt sich Samsung sogar von seiner gesamten Beteiligung, die 4,2 Prozent an den Aktien von Seagate Technology ausmacht. Auch bei Rambus verkauft Samsung seinen gesamten Anteil an diesem Unternehmen. An Sharp hält Samsung bisher 0,7 Prozent, die nun ebenfalls vollständig verkauft werden. Alle verkauften Anteile zusammen sollen derzeit 798 Millionen Euro wert sein.

Die Zusammenarbeit mit den genannten Firmen soll durch den Verkauf nicht beeinträchtigt werden.




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