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Norweger knackt angeblich Apples "iTunes"-Kopierschutz

25.11.2003 | 19:40 Uhr |

Dem norwegischen Programmierer Jon Johansen ist es offensichtlich gelungen Apples "iTunes"-Kopierschutz zu knacken. Auf seiner Website hat er vor kurzem das Programm "QTFairUse" veröffentlicht.

Dem norwegischen Programmierer Jon Johansen soll es angeblich gelungen sein, Apples iTunes-Kopierschutz zu knacken. Auf seiner Website hat er vor kurzem das Programm "QTFairUse" veröffentlicht. Ein genauerer Blick in den Programmcode soll gezeigt haben, dass Johansens Ansatz in der Lage ist, Apples Kopierschutz zu umgehen. Das berichtet der US-IT-Nachrichtendienst Cnet .

Jon Johansen lieferte - wahrscheinlich aufgrund rechtlicher Bedenken - mit dem Programm keine ausführliche Beschreibung mit. Außerdem läge der Quellcode auch in einer Form vor, mit der sich nicht ohne weiteres der Kopierschutz einer Itunes-Musikdatei auszuhebeln lässt.

Johansens Programm soll laut Forenbeiträgen Apples Quicktime so patchen, dass es anschließend die von Quicktime für die Wiedergabe entschlüsselten Musik-Daten "abfangen" und speichern kann. Weder Johansen noch Apple wollten sich gegenüber unseren US-Kollegen über "QTFairUse" äußern.

Der Norweger ist kein "Unbekannter": Bereits 1999 sorgte er für die Verbreitung des Programms "DeCSS" und dessen Portierung auf diverse Betriebssysteme. "DeCSS" war in der Lage, den DVD-Kopierschutzes zu umgehen. Der damals Jugendliche machte sich in der Filmindustrie keine Freunde mit dem Programm. Vor einem norwegischen Gericht wurde er aber schließlich mit der Begründung freigesprochen, er habe das Recht zum Dekodieren einer DVD.

Sony plant neuen CD-Kopierschutz in Deutschland (PC-WELT Online, 10.10.2003)

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