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Norwegen braucht Hacker

06.06.2002 | 15:00 Uhr |

Mit einem Hilferuf der ungewöhnlichen Art machte der Direktor der norwegischen Kulturorganisation "Ivar Aasen" auf sich aufmerksam. Da der vor mehreren Jahren verstorbene Archivverwalter zugleich auch mehrere wichtige Passwörter mit ins Grab nahm, bittet er nun Hacker um tatkräftige Hilfe die gesperrten Zugänge zu knacken.

Mit einem Hilferuf der ungewöhnlichen Art machte der Direktor der norwegischen Kulturorganisation "Ivar Aasen" auf sich aufmerksam. Wie "Spiegel online" berichtet, nahm der vor mehreren Jahren verstorbene Archivverwalter zugleich auch mehrere wichtige Passwörter mit ins Grab. Nun bat Direktor Ottar Grepstad Hacker um tatkräftige Hilfe, um die gesperrten Zugänge zu knacken.

Bereits Ende der 90er Jahre starb der Archivverwalter der Organisation, ohne Notizen über die verwendeten Passwörter zu hinterlassen. Seitdem versuchten Mitarbeiter des Archive, die Passwörter zu knacken - vergeblich.

Dem letztwöchigen Aufruf des Direktors folgten Angaben des "Spiegels" zufolge bislang mehr als 80 Hackern aus aller Welt, die zum Teil gegen Bares, zum Teil für die Ehre ihre Hilfe bei der Lösung des Problems anboten.

Die Zeit drängt, denn in die gesperrten Kataloge solle neu erworbene Bücher - alleine im Jahr 2000 wurden 2000 Stück angeschafft - aufgenommen werden. Ein völliger Neuaufbau des Archives sei zu zeitintensiv und zu teuer.

Studie deckt schwere Mängel bei Passwortvergabe auf (PC-WELT Online, 09.04.2002)

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