114340

Mehr Online-Sicherheit für Kinder

07.10.2008 | 15:04 Uhr |

Ein neuer Online-Dienst von Sicherheitsanbieter Symantec soll Eltern helfen, ihre Kinder vor Gefahren im Internet zu schützen.

Derzeit befindet sich der Dienst Norton Family Safety noch in der Testphase. Symantec geht davon aus, dass in zwei Monaten eine erste Beta-Version zur Verfügung steht. Eltern sollen mit Family Safety regeln können, wie lange ihr Nachwuchs online ist. Außerdem können sie Chat-Nachrichten überwachen und den Zugriff auf ungeeignete Webseiten sperren. Das können andere Programme auch, Symantec will den Dienst aber als etwas Neues verstanden wissen. „Herkömmliche Kinderschutzprogramme sind Kontrollinstrumente der Eltern, was meist dazu führt, dass sich Kinder andere Wege suchen“, erklärt Symantec-Marketing-Direktor Anton van Deth.

Family Safety will dagegen Kinder und Eltern gleichermaßen ins Boot holen. Sie sollen sich gegenseitig ein Bild über die Netzaktivitäten machen und sich gemeinsam über altersgerechte Regeln der Internetnutzung einigen. Eltern können sich untereinander über die Familien-Regeln austauschen und sich bei Family Safety über Fragen zur Online-Sicherheit informieren. Gerät ein Kind beispielsweise in Schwierigkeiten, finden Eltern Tipps, wie sie mit der Situation umgehen.

Hintergrund für die Initiative zu mehr Online-Sicherheit für Kinder sei die verstärkte Nachfrage von Kunden gewesen, sagt van Deth. Das Unternehmen habe sich dabei von Anfang das Ziel gesetzt, Eltern mit in die Entwicklung einzubeziehen. Deren Ängste, in Sachen Online-Sicherheit nicht mehr Schritt halten zu können, kommen nicht von ungefähr, weiß John Palfrey vom Berkman Center for Internet & Society und Co-Autor des Buches „Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben, was sie denken, wie sie arbeiten“.

„Wir haben es zum ersten Mal mit einer Generation zu tun, die von der Wiege bis zur Bahre mit Technik aufwächst und damit ihr Leben gestaltet“, sagt er. Eltern müssten sich mit Dingen auseinandersetzen, die es vor einer Generation noch gar nicht gab, wie zum Bespiel Online-Mobbing, nutzergenerierte Inhalte oder dem Schutz der Privatsphäre in einer öffentlichen Online-Welt. Bald werde es eine Reihe neuer Tools geben, die Eltern dabei helfen, mit diesen Problemen umzugehen.

Auch Norton Family Safetay widmet sich Themen wie Datenmissbrauch, soziale Netzwerke und Online-Mobbing. Der Symantec-Service unterstützt Windows-Rechner und Macs und soll im kommenden Jahr online gehen. Was die Nutzung des Dienstes kosten soll, steht noch nicht fest.

0 Kommentare zu diesem Artikel
114340