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Internet-Kriminalität kostet jeden Nutzer 188 Euro pro Jahr

12.09.2012 | 13:55 Uhr |

Die Sicherheitsexperten von Norton weisen im Norton Cybercrime Report 2012 auf einen Anstieg an Angriffen auf soziale Netzwerke und mobile Geräte hin, die jährlich hohe Kosten verursachen.

Für den Norton Cybercrime Report 2012 haben die Sicherheitsexperten von Norton insgesamt 13.000 Erwachsene in 24 Ländern rund um das Thema Internetkriminalität befragt. Ziel der Studie sei es, so Norton, zu verstehen, wie Internetkriminalität Konsumenten in ihrem täglichen Leben beeinflusst und welche neuen technischen Entwicklungen ihre Sicherheit beeinträchtigen. Die diesjährige Studie zeigt, dass nicht nur immer mehr Anwender soziale Netzwerke und mobile Geräte nutzen, sondern dass auch die Angriffe darauf ansteigen, weil sich die Angreifer mehr Profit versprechen.

Laut der Studie waren in den vergangenen zwölf Monaten rund 556 Millionen Erwachsene weltweit von Internetkriminalität betroffen, woraus sich für Deutschland eine Zahl von 15 Millionen betroffenen Anwendern errechnet. Dabei entstand weltweit ein Gesamtschaden von etwa 110 Milliarden US-Dollar. Allein in Deutschland soll Internet-Kriminalität Schäden in Höhe von 2,48 Milliarden Euro verursacht haben. Statistisch gesehen versucht also Internetkriminalität bei jedem deutschen Nutzer rund 188 Euro an Kosten pro Jahr und weltweit werden jede Sekunde etwa 18 Erwachsene neue Opfer von Cyberkriminalität.

28 Prozent der deutschen Nutzer von sozialen Netzwerken gaben bei der Umfrage für den Norton Cybercrime Report 2012 an, bereits Erfahrungen mit einem Angriff gemacht zu haben. 77 Prozent der befragten deutschen Erwachsen sind sich außerdem darüber bewusst, dass die Zahl der Angriffe auf soziale Netzwerke anwächst, aber nur knapp ein Drittel setzt eine Sicherheitslösung ein, um sich davor zu schützen. Außerdem verwenden auch nur etwa 54 Prozent dieser befragten Nutzer die Privatsphäre-Einstellungen des sozialen Netzwerks um zu kontrollieren, mit wem sie eigentlich Informationen teilen.

"In einigen Bereichen hat sich das Bewusstsein der Menschen bereits geschärft – laut Norton Cybercrime Report 2012 gab es vor allem im generellen Online-Verhalten Fortschritte: Ein Großteil löscht verdächtige Emails und achtet darauf, welche persönlichen Details wie Geburtsdaten sie online veröffentlichen", so Norton. Allerdings würden andere Gefahren weiterhin nicht ernst genommen. So würden beispielsweise immer noch 38 Prozent der befragten Nutzer keine komplexen Passwörter nutzen und etwa 25 Prozent achten nicht auf das geschlossene Sicherheitsschloss im Browser, wenn sie sensible Daten wie Bankdetails eingeben. Die weiteren Ergebnisse des Norton Cybercrime Report 2012 finden Sie auf dieser Seite .

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