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Nordkorea soll hinter Sony-Hack stecken

18.12.2014 | 15:59 Uhr |

Steckt Nordkorea hinter dem Hackerangriff auf Sony Pictures? US-Behörden gehen davon offensichtlich aus. Doch noch zögert die US-Regierung damit Nordkorea offiziell zu beschuldigen.

US-amerikanische Beamte machen Nordkorea für den Hackerangriff auf Sony Pictures verantwortlich. Das berichtet die New York Times in ihrer Online-Ausgabe.

Nordkorea soll demnach "zentral in den Hackerangriff verwickelt sein". Angeblich sollen hohe Regierungsvertreter darüber diskutieren, ob die Vereinigten Staaten Nordkorea offiziell für den Hackerangriff verantwortlich machen sollen. Bisher war das noch nicht der Fall, alle Anschuldigungen erfolgen hinter vorgehaltener Hand.

Sony und diverse US-Kino-Betreiber haben mittlerweile vor dem Hackerangriff kapituliert: Der Film „The Interview“ wird nicht wie geplant am 25. Dezember in den amerikanischen Kinos anlaufen.

Man sei sich intern aber noch nicht einig, ob das Weiße Haus den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un direkt mit den Vorwürfen konfrontieren solle. Weil man nicht weiß, womit die USA Nordkorea als Strafe drohen sollen. Zudem sei nicht klar, wie man die Täterschaft von Nordkorea in der Öffentlichkeit nachweisen könne, ohne dabei zu verraten, wie man den Hackern auf die Spur gekommen sei. Denn möglicherweise seien zur Beweissicherung ihrerseits US-Geheimdienste in nordkoreanische Netzwerke eingedrungen.

Sony ist ein japanisches Unternehmen und gilt in seinem Heimatland geradezu als Ikone. Doch die japanische Regierung ist gegen ein zu hartes Vorgehen gegen Nordkorea. Weil Japan mit der nordkoreanischen Regierung über die Freilassung von vor Jahren nach Nordkorea verschleppten Japanern verhandelt und den Verhandlungserfolg nicht gefährden wolle.

Dass die US-Regierung ernsthaft über Reaktionen nachdenkt, liegt an den jüngsten Drohungen. Denn zuletzt hatten die Hacker mit offenem Terror gedroht. Die Hacker erinnerten an den 11. September 2001 und rieten am 25.12. (der Tag des geplanten Kinostarts für den Film „The Interview“) öffentliche Plätze zu meiden. Das brachte im Weißen Haus offensichtlich das Fass zum Überlaufen.
 

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