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Nordkorea 9,5 Stunden vom Internet getrennt

23.12.2014 | 10:08 Uhr |

Nordkorea war 9,5 Stunden lang ohne Internetzugang. Eine Hackergruppe will per DDOS-Angriff Nordkorea offline genommen haben.

Nordkorea war heute Nacht neun Stunden und 31 Minuten lang ohne Internetverbindung gewesen. Prompt schossen die Spekulationen ins Kraut, dass die USA als Vergeltungsakt für den Sony-Hack ihrerseits mit einem Hackerangriff Nordkorea vom Internet genommen hätten. Die USA hatten zuvor das Regime von Diktator Kim Jong Un für den Hackerangriff auf Sony Pictures verantwortlich gemacht.

Nachdem der Ausfall nach 9,5 Stunden behoben werden konnte, fließt nun wieder der gesamte Internetverkehr von Nordkorea über die Leitungen des chinesischen Unternehmens China Unicom. Genauso wie es auch zuvor der Fall war; China Unicom ist nämlich der einzige Internetprovider für ganz Nordkorea. Nordkoreas Webseiten sind ebenfalls wieder verfügbar, wie das Internetanalyse-Unternehmen Dyn Research twitterte. Allerdings muss darauf hingewiesen werden, dass Nordkoreas Internetzugang ohnehin auf wackligen Beinen steht und immer wieder mal ausfällt. Ein derart lang anhaltender Ausfall ist allerdings ungewöhnlich.

Die Experten von Dyn Research halten es deshalb für möglich, dass der Ausfall tatsächlich durch einen Hackerangriff verursacht wurde. Allerdings will Dyn Research nicht ganz ausschließen , dass nicht auch einfach nur ein Stromausfall den Internetzugang von ganz Nordkorea lahm gelegt haben könnte.

Laut NBC haben US-Regierungsvertreter bereits dementiert, dass die USA für den Ausfall verantwortlich seien. Nicht so zimperlich ist dagegen die Hackergruppe Lizard Squad, die sich selbst als Cyber-Terroristen bezeichnet. Sie übernahm via Twitter die Verantwortung für den Internetausfall in Nordkorea.

Angeblich haben die Hacker Nordkorea mittels eines DDOS-Angriffs vom Internet abgehängt. Demnach wäre das nordkoreanische Netz wegen der durch unzählige Internet-Anfragen verursachten Überlastung zusammengebrochen. Angesichts der generellen Instabilität des nordkoreanischen Internetzugangs klingt das durchaus plausibel. Bewiesen ist im Moment jedoch noch gar nichts, bei den Aussagen der Hacker handelt es sich nur um Behauptungen.

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