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Nokia und Windows Phone verschwinden

11.09.2014 | 10:14 Uhr |

Die Markennamen Nokia und Windows Phone sollen verschwinden. Microsoft will stattdessen bei seinen Smartphones nur noch von Windows sprechen.

Nokia und Windows Phone sollen bald Geschichte sein. Zumindest was diese Namen für Smartphones beziehungsweise Handys angeht. Denn wie die US-Nachrichten-Webseite The Verge berichtet, plant Microsoft den für Handys ja mehr als renommierten Namen Nokia verschwinden zu lassen. Und die erheblich weniger renommierte Bezeichnung Windows Phone gleich noch mit ins Nirwana zu schicken.

Angeblich sei des IT-Weblog GeeksonGadget an ein internes Microsoft-Dokument gelangt, aus dem hervorgehe, dass Microsoft noch in diesem Jahr die Verwendung der Bezeichnungen Nokia und Windows Phone in seinen Marketing-Kampagnen einstellen wolle. The Verge hält das Microsoft-Material für authentisch.

In dem Microsoft-Dokument soll es unter anderem heißen, dass Microsoft den Herstellernamen Nokia von Produkt-Beschreibungen entfernen wolle. Ebenso wolle Microsoft das Windows Phone-Logo in seinen Werbekampagnen und Werbespots nicht mehr verwenden. Anstelle des Windows Phone-Logos wolle Microsoft stattdessen nur noch das Windows-Logo verwenden beziehungsweise von Windows sprechen.

Windows Phone 8.1 im Hands-on-Video

Marktbeobachter zeigen sich aber nicht sonderlich überrascht von diesem Schritt. Denn schon bei der Bewerbung des Lumia 930 spielte die Bezeichnung Windows Phone keine besondere Rolle mehr.

US-Marktbeobachter gehen davon aus, dass Microsoft in Zukunft generell nur noch einen einzigen Markennamen, nämlich Windows, bewerben möchte. Ein Windows für alle denkbaren Plattformen also: Für Smartphones, Tablets und Surfaces, 2-in-1-Geräte, Notebooks und Desktop-Rechner.

Das bedeutet jedoch keineswegs, dass Windows Phone auch aus technischer Sicht tot ist. Sondern es handelt sich hierbei nur um eine Marketing-Strategie.

Natürlich baten wir Microsoft um eine Stellungnahme. Doch die Pressestelle von Microsoft Deutschland wollte den Bericht weder bestätigen noch dementieren.

Nokia-Zukauf führt zu Stellenabbau

Microsoft hatte den Bereich Smartphone von dem finnischen Konzern Nokia übernommen. Prompt folgt nun ein massiver Stellenabbau, besonders in den übernommenen Bereichen. Dabei handelt es sich sogar um den größten Stellenabbau in der Geschichte von Microsoft.

Nokia konzentriert sich stattdessen auf seine verbliebenen Geschäftsbereiche Karten (Nokia here) und Navigation sowie Echtzeitverkehrsinformationen. So liefert Nokia zum Beispiel für die Navigationsgeräte von Garmin die Echtzeitverkehrsinformationen und das Kartenmaterial.

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