1297178

Nokia zeigt fünfte Series40-Version mit verbessertem Java-Support

11.05.2007 | 16:41 Uhr

Die fünfte Ausgabe von Series40 dürfen zunächst Entwickler ab Juni 2007 testen.

Fraglos ist Suns Kongress JavaOne in San Francisco das beliebteste Ereignis, wenn man als Entwickler Innovationen vorstellen will, die auf exotischen oder mobilen Plattformen laufen. Während der Java-"Erfinder" selbst mit der vollständigen OpenSource-Freigabe des Java-Quellcodes in den Schlagzeilen steht, stellt Handy-Gigant Nokia auf der JavaOne eine neue Version seines mobilen Betriebssystems Series40 vor. Nummer Fünf des etablierten Standards für sogenannte "Feature-Phones" wird mit dem neuen JSR-248 aufwarten.

Während Sony Ericsson bereits vor einem Monat ein entsprechend ausgerüstetes Telefon ankündigte, beschränkt sich Nokia auf die Bekanntgabe, dass eine Entwicklerversion ab Juni 2007 bereitstehen wird. Der JSR-248, wegen der Verbindung verschiedener Unterstandards mit dem Arbeitstitel "Umbrella" versehen, fasst folgende APIs zusammen: JSR82(1.1): Bluetooth-Connectivity mit Unterstützung für Objektaustausch (OBEX/FTP)JSR135: Mobile Media API erlaubt den Zugriff auf MP3-Player und KameraJSR-172: erlaubt Java-Midlets den Konsum von Web-Services und SOAP-basiertes RPCJSR-177 (SATSA): Krypto-Engine für verschiedene Sicherheitsfunktionen MIDP2.1: u.a. Erkennung spezieller Hardware-Keys

Jedes Telefon mit Series40 5 ist in der Lage, skalierbare Vektor- und mobile 3D-Grafik darzustellen und nutzt dafür eine beschränkte Untermenge von OpenGL bzw. Flash Lite 2.1. Vereinheitlicht hat Nokia darüber hinaus das Messaging-Backend für MMS, das mit allerlei Spielereien des SMIL-Containers umgehen können soll und damit vermutlich auch kompatibel zu "Präsentations"-MMS sein wird, wie man sie erstmals beim N70 bewundern konnte. Das erklärte Ziel des Herstellers ist es, die Plattformen Series40 und S60 einander näher zu bringen, um die Interoperabilität zwischen Anwendungen auf den beiden Systemen zu maximieren.

Bleibt eigentlich nur die Frage: wo ist Nummer Vier abgeblieben? Series40 entwickelte man nach der Vorstellung der dritten Edition Mitte 2005 lediglich in Form von AddOns weiter. Feature Pack 1 (mit integriertem XML-Parser) und Feature Pack 2 (mit SATSA-Erweiterungen) lauteten die Upgrades, die eigentlich auch 4th Edition hätten lauten können.

powered by AreaMobile

0 Kommentare zu diesem Artikel
1297178