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Nokia plant Auslagerung der DVB-H-Sparte

Nokia plant die Entwicklung von Handy-TV-Lösungen zukünftig Drittanbietern zu überlassen. Das berichtet das taiwanische Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Quellen. Als Favoriten sehen sie das französische Unternehmen DiBcom.

Im Zuge der Umstrukturierung plant der finnische Handyhersteller Nokia die bislang hauseigene Entwicklung von DVB-H-Chips, mit denen Radio und Fernsehen auf mobilen Endgeräten empfangen werden kann, zukünftig spezialisierten Drittanbietern zu überlassen. Das berichtet das Branchenportal DigiTimes unter Berufung auf taiwanische Quellen.

Als potenzielle Partner kommen Chiphersteller wie Texas Instruments, DiBcom, Newport Media und Siano Mobile Silicon in Frage, wobei nach Branchenmeinung Texas Instruments ganz unten auf der Liste steht, da das Unternehmen den Konkurrenten gegenüber einen Rückstand bei der Entwicklung von DVB-H-Empfängern hat.

Der Favorit bei der Partnerwahl sei das französische Unternehmen DiBcom, das seit 2005 TV-Technologien an Samsung, LG, Motorola, Sagem und HTC ausliefert und etwa 80 bis 90 Prozent des globalen Marktes abdeckt. Mit rund 1,5 Millionen Chips pro Jahr könnte das Unternehmen zudem die für die marktführenden Finnen nötigen Stückzahlen produzieren.

Obwohl Nokia mit der Auslagerung einen Teil seines Einflusses auf die Entwicklung der Handy-TV-Märkte verliert - das Unternehmen richtet zusammen mit Siemens auch entsprechende Netzwerke ein - könnte die Auslagerung zu neuen Nokia-Endgeräten führen, die andere TV-Standards beherrschen. Denn alle TV-Chip-Produzenten bieten neben DVB-H auch Lösungen wie T-DMB oder MediaFLO an.

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