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Werbung auf dem Handy nur schwer durchsetzbar

11.03.2008 | 10:23 Uhr |

Das Handy wird das Nutzungsverhalten der Konsumenten im Internet verändern. Kostenlose, über Werbung finanzierte Dienste werden von den Nutzern nicht akzeptiert, weil sie über den Datentransfer die Mobilfunkrechnung deutlich belasten. Nokia setzt stattdessen auf Bequemlichkeit.

Der vermehrte Zugriff auf das Internet über das Handy wird das Konsumverhalten der Menschen verändern. Davon ist der Chef der neuen Internet- und Software-Sparte bei Nokia, Niklas Savander, in einem Interview mit der Berliner Zeitung überzeugt. Die bislang über Werbeeinblendungen finanzierten und meist kostenlosen Angebote werden sich auf dem Handy deutlich langsamer durchsetzen.

Grund sei der durch die Werbung in die Höhe getriebene Datenverkehr. Mobile Datenübertragung ist im Vergleich zum Festnetz sehr teuer. Über den Umweg der Mobilfunkrechnung werde der Kunde schließlich zur Kasse gebeten. Nokia setzt dagegen auf die Bequemlichkeit der Kunden. Als Beispiel nennt man lokale Dienste wie die Fußgänger-Navigation , die den Nutzer mit Hinweisen zu nahegelegenen Restaurants, Hotels oder Bahnhöfen unterstützt. Dafür benötige man aber die Kooperation lokaler Internet-Unternehmen. "Es geht um den Zugang zu lokalen Werbemärkten und Informationen" so Savander. Dafür würden ganz andere Partner benötigt als Google, Yahoo oder Microsoft.

Einen ähnlichen Weg geht Nokia, wenn es in der zweiten Jahreshälfte die ersten Musik-Handys ausliefert, mit denen sich ein Jahr lang kostenlos Musik aus dem OVI-Portal herunterladen lässt. Die Finnen hoffen darauf, dass sich viele Nutzer an den Dienst gewöhnen und nach einem Jahr kostenpflichtig abonnieren.

Die Kooperation mit den Netzbetreibern sei trotz gegenteiliger Meldungen und Überschneidungen unproblematisch. Der Manager verwies auf Partnerschaften mit Vodafone, Orange und dem Netzanbieter TIM von Telecom Italia, mit denen Nokia Vereinbarungen über die Nutzung von OVI abgeschlossen hat. Auch mit T-Mobile sei man in fortgeschrittenen Gesprächen.

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