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Nokia Sensor: Bluejacking wird professionell

04.04.2006 | 17:23 Uhr |

Toothing nannten die Bravo-Leser im Sommer 2004 die Nutzung von Bluetooth als kostenlose Kurzstrecken-Alternative zur SMS. Britische Quellen berichteten seinerzeit von Bluejackern, die mit Hilfe der seinerzeit nicht besonders weit entwickelten Funktechnologie Hintertüren in Telefonen zum Auslesen von persönlichen Daten nutzen würden - beide Nutzergruppen führen heutzutage nach wie vor ein Nischendasein. Dennoch ist der Austausch von Daten via Bluetooth mit Personen, die man gar nicht kennt - aber eventuell gerne kennenlernen möchte - eine interessante Idee. Grund genug für Nokia, eine neue kostenlose Software vorzustellen, die Bluejacking / Toothing salonfähig machen könnte.



"Nokia Sensor" lässt sich als SIS-Datei kostenlos von Nokias Webseite herunterladen und lässt sich auf jedem gängigen Bluetooth-fähigen Series60-Endgerät installieren. Zunächst erstellt man ein sogenanntes "Folio", in dem man Daten über seine Person speichert, die man der anonymen Öffentlichkeit zur Verfügung stellen möchte. Darunter kann man neben dem eigenen Namen auch ein Foto, eine Sprachnachricht und einige persönliche Informationen hinterlegen.

Andere Nutzer mit aktivierter Sensor-Software finden anschließend diese Mitteilungen bei Bedarf automatisch und können sich das Folio ansehen, ihr eigenes Folio oder einfache Nachrichten mit dem Ursprungs-Sensor austauschen. Weiterhin unterstützt die Software ein öffentliches Gästebuch und einen Popularitätsindex, mit dem man anhand der bislang erfolgten Sensor-Aktivität feststellen kann, wie interessant man für andere Nutzer ist. Dank der beschränkten Reichweite des zugrundeliegenden Bluetooth-Standards ist es im Übrigen ein Leichtes, über diese Software auch persönlich miteinander in Kontakt treten.




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