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Nokia: Marktanteil im 2. Quartal 2007 ausgebaut

Nokia konnte im 2. Quartal deutlich wachsen und steigerte alle wichtigen Kennzahlen. Besonders interessant ist neben dem Umsatz von 12,587 Milliarden Euro und dem Nettogewinn von 2,828 Milliarden Euro der Marktanteil, den Nokia mit 38 Prozent angibt. Insgesamt verkaufte der Hersteller von April bis Juni rund 100,8 Millionen Mobiltelefone.

Nokia hat als letzter großer Mobilfunk-Hersteller seine Geschäftszahlen für das 2. Quartal vorgelegt und unterstreicht seine Marktführerschaft erneut mit herausragenden Kennzahlen. In den Monaten April bis Juni legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28 Prozent auf 12,587 Milliarden Euro zu, der Nettogewinn stieg um 148 Prozent auf 2,828 Milliarden Euro. Begründet wird die positive Entwicklung mit gestiegenen Umsätzen in den Bereichen Multimedia (2,68 Mrd. Euro, + 42 %), Enterprise Solutions (549 Mio. Euro, + 94 %) sowie beim Netzwerk-Ausrüster Nokia Siemens Networks (3,438 Mrd. Euro, + 1,672 Mrd. Euro), dem gemeinsamen Joint Venture mit dem Elektronikkonzern Siemens.

Wenig Auswirkung auf den Anstieg der Geschäftszahlen hatte der Bereich "Mobile Phones". Gegenüber dem 2. Quartal 2006 stiegen die Einnahmen in diesem Bereich um 1 Prozent auf 5,931 Milliarden Euro, dafür legte der Absatz im Jahresvergleich um 29 Prozent auf 100,8 Millionen Einheiten zu und erreichte nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 38 Prozent. Im Vergleich: der ehemals zweitplatzierte Hersteller Motorola verkaufte zwischen April und Juni nur 35,4 Millionen Mobiltelefone, der Marktanteil ging auf 13,5 Prozent zurück und ließ den US-Konzern hinter Samsung auf den dritten Rang rutschen.

Ebenfalls positiv entwickelte sich für die Finnen der durchschnittliche Verkaufspreis je Endgerät. Er stieg leicht von 89 Euro im 1. Quartal 2007 auf 90 Euro an, im 2. Quartal 2006 lag er allerdings noch bei 102 Euro. Grund für den im Jahresvergleich gesunkenen ASP sei der wachsende Absatz in Schwellenländern wie China und Afrika, wo der Absatz gegenüber Q2/06 um 35,9 und 36,8 Prozent zulegte. Besonders erfolgreich verkaufte sich das Highend-Modell N95, das mittlerweile in nahezu allen Märkten verfügbar ist und im 2. Quartal schätzungsweise 1,5 Millionen Mal verkauft wurde.

Kürzlich hatten Motorola, Samsung und SE ihre Quartalszahlen vorgelegt, dabei haben gerade die US-Amerikaner für Ernüchterung bei den Anlegern gesorgt. Die Einnahmen von Motorola sanken um 19 Prozent auf 8,73 Milliarden US-Dollar, dies führte mit einem Minus von 28 Millionen US-Dollar zum zweiten Quartalsverlust in Folge. Belastet wurde das Ergebnis durch sinkende Absatzzahlen bei Mobiltelefonen.

Für Samsung und Sony Ericsson entwickelte sich die wirtschaftliche Lage erfreulicher. Zwar verdiente der koreanische Konkurrent mit 1,42 Billionen Won knapp fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor, der Umsatz konnte jedoch um vier Prozent auf 14,63 Billionen Won gesteigert werden. Sony Ericsson verkaufte zwischen April und Juni weltweit rund 24,9 Millionen Handys, ein Wachstum um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im ersten Quartal zählte das Joint Venture 21,8 Millionen Verkäufe, und auch der Gesamtumsatz legte deutlich auf 3,112 Milliarden Euro (plus 37 Prozent) zu. Während der operative Gewinn gegenüber dem 2. Quartal 2006 von 203 auf 315 Millionen Euro zulegte, ging er im Vergleich zum Vorquartal um 31 Millionen Euro zurück.

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