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Nokia: Internet-Tablet 770 bekommt Nachfolger

Es ist nie leicht für einen Hersteller, vor dem Marktstart eines innovativen Geräts herauszufinden, ob es sich am Markt bewähren kann. Nokias Linux-basiertes Internet-Tablet 770 gehörte definitiv zu den Zitterpartien: ohne GSM-Chip, nur mit WLAN-Funktionalität ist das Gerät lediglich in Hotspots fürs Webbrowsing oder zum Checken von EMails zu gebrauchen. Im Gegensatz zum (trotz beeindruckender Features) gefloppten Smartphone 7700/7710 erweist sich das 770 aber offenbar als Kassenschlager - relativ gesehen. In den USA ist laut dem britischen IT-Magazin TheRegister.co.uk der Absatz des Geräts so hoch, dass Kunden derzeit mit Lieferzeiten von mindestens zwei Wochen rechnen müssten.





Grund genug für den finnischen Mobilfunkproduzenten, über einen Nachfolger nachzudenken. Trotz des offenen und theoretisch gut erweiterbaren Betriebssystems, das auf Linux-Basis seinen Dienst im 770 verrichtet, ist das Gerät weder VoIP noch Instant-Messaging-fähig. Zusatzsoftware wie Skype läuft nicht auf der Plattform und Portierungen sind derzeit nicht in Aussicht. Janne Jormalainen, Vizepräsident des Geschäftsbereichs Multimedia-Konvergenzprodukte erklärt, dass der Nachfolger neben einem umfangreichen Betriebssystemupgrade auch über solche vollwertigen Kommunikationsfeatures verfügen und noch in der ersten Jahreshälfte 2006 erscheinen soll.

Das Nokia 770, das insbesondere mit einem extrem großen Touchscreen und voller Internet-Fähigkeit inklusive Flash-Player, Internetradio-Fähigkeit, Newsreader und Mediaplayer überzeugt und seit Anfang November für etwa 350 Euro den Besitzer wechselt, gewann bereits den Preis als bestes Embedded Linux-Produkt der britischen Linux & Open Source-Initiative. Der Nachfolger dürfte - den eingehaltenen Erscheinungstermin vorausgesetzt - ebenfalls genügend Durchsetzungsvermögen für die nicht gerade breite Marktnische mitbringen, auf der sich die Modellreihe bewegt.

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