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Handysteuerung mit Ultraschall und Gesten

Nokia plant eine Bedienung von Handys via Gestensteuerung und Ultraschall. Ein Touchscreen müsste dafür nicht berührt werden. Es reicht, die Bewegungen vor dem Handy auszuführen.

Nokia plant, in naher Zukunft eine neue Bedienung für Handys einzuführen. Mittels Ultraschall-Sensoren sollen Handbewegungen vor dem Handy erkannt und in Befehle umgewandelt werden. Weil dafür keine Berührungen notwendig sind, reicht ein Display ohne Touchscreen-Funktion aus. Die Konzepte basieren auf einem Patent, das Nokia im Juni 2007 eingereicht hat. Das Unternehmen hat es aber bislang nicht eingesetzt.

Nokias Chefdesigner Alastaire Curtis erklärte den Journalisten von popsci.com auf einem Treffen in den USA, dass diese Technologie in den nächsten Jahren in die Mobiltelefone integriert wird, höchstwahrscheinlich in die N-Serie des Herstellers. Die mit dem Nokia 5800 XpressMusic eingeführte Touchscreen-Technologie sei noch nicht so intuitiv, wie vom Unternehmen gewünscht. Bis 2010 soll die Bedienung deutlich einfacher werden, die Planungen der Geräteserien seien bis dahin bereits abgeschlossen.

Apple hat sich eine Weiterentwicklung seiner Multitouch-Eingabefunktion mit der Bezeichnung Multitouch Data Fusion patentieren lassen. Sie soll neben der Bedienung mit einem Fingerdruck auch komplexe Sprachbefehle, Bewegungen der Augen und die Gestik des Nutzers erfassen und verarbeiten können. Dazu nutzt der Hersteller die integrierte Kamera.

Bewegungen über die Kamera zu erfassen und in Steuerbefehle umzuwandeln ist eine Technologie, die erstmals von Siemens und der Universität Paderborn entwickelt wurde. 2005 hatten die Unternehmen ein Handyspiel namens Kick Real entwickelt, bei dem der Spieler das virtuelle Elfmeterschießen mit dem eigenen Fuß steuert. Mit dem Erscheinen der UMTS-Handys, in die üblicherweise eine Frontkamera verbaut ist, wurde das Prinzip auf Handsteuerung umgeändert.

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