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Nokia: Handymarkt wird sich in wenigen Jahren konsolidieren

04.04.2006 | 16:26 Uhr |

Was sich in den vergangenen Monaten bereits bei Herstellern wie Sagem, Alcatel und Philips abzeichnete, bringt der designierte Nokia-CEO Olli-Pekka Kallasvuo bei einer Investorenkonferenz in New York auf den Punkt: kleinere Hersteller werden durch die zunehmende Konkurrenz langsam vom Markt verdrängt und verschwinden. Kallasvou, der im Juni 2006 den Vorstandsvorsitz bei Nokia übernehmen wird, ging in seinen Ausführungen sogar so weit, dass er den Mobilfunkunternehmen, die einen weltweiten Marktanteil von weniger als 15 Prozent haben, in Zukunft nur wenig Chancen einräumt.



Demzufolge würden sich auch Hersteller wie Samsung , Sony Ericsson , LG Electronics und BenQ auf lange Sicht nicht gegen die Marktmacht von Nokia und Motorola behaupten können. Dies klingt reichlich überzogen und würde vermutlich nur von wenigen unabhängigen Analysten bestätigt werden. Offenbar stecken in den Aussagen von Kallasvou weit mehr Wunschvorstellungen, um den potenziellen Investoren zu schmeicheln, als nüchterne und nachvollziehbare Marktprognosen. Es ist allenfalls seit längerem ein Trend zu beobachten, dass sich zumindest die Hersteller mit einem weltweiten Marktanteil unter 5 Prozent immer weiter zurückziehen.



Für Nokia sieht der designierte Nokia-CEO jedenfalls eine erfolgversprechende Zukunft, die sich insbesondere im wachsenden Marktanteil des finnischen Weltmarktführers ausdrücken soll. Der finnische Handyriese will vor allem auf Kundenservice und eine breite Produktpalette setzen, 2005 wurden bisher 56 neue Geräte gelauncht. Bei Mobiltelefonen und Multimedia-Geräten erwartet der Handyriese in den nächsten zwei Jahren eine Marge von 17 bis 18 Prozent. Auch das Engagement in Entwicklungs- und Schwellenländern soll weiter fortgesetzt werden.

Mehr Informationen:
» Marktanteile Channel
» Mobilfunkmarkt Portal

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