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Nokia: Drei Milliarden Mobilfunknutzer im Jahr 2008

Nokia erwartet für das laufende Jahr einen weltweiten Absatz bei Mobiltelefonen von 914 Millionen Einheiten, bereits im Jahr 2008 sollen drei Milliarden Geräte in Umlauf sein.

Nokia rechnet für das laufende Jahr mit einem weitaus stärkem Wachstum im Mobilfunk-Segement, als es von Experten und Analysten bisher angenommen wurde. Während im vergangenen Jahr weltweit etwa 796 Millionen Endgeräte abgesetzt wurden, steige dieser Wert im laufenden Jahr auf 914 Millionen Einheiten, dies wäre ein Anstieg um 15 Prozent. Vor allem in Entwicklungsländern sei mit einer starken Nachfrage zu rechnen, neben China, wo bisher mehr als 400 Millionen Menschen mobil telefonieren, werde auch der indische Markt für neue Absatzrekorde sorgen. Nach Meinung von Nokia-Chef Jorma Ollila werden knapp 80 Prozent der Neukunden aus diesen Regionen stammen. Nachdem bereits im vergangenen November 2005 die Zahl der weltweit abgesetzten Mobiltelefone auf mehr als zwei Milliarden angestiegen war, rechnet Nokia damit, dass bis zum Jahr 2008 insgesamt drei Milliarden Handys im Umlauf sein werden.

Erst gestern hatten die Finnen in China drei neue Mobiltelefone vorgestellt (1112, 2310, 2610), die vor allem im Prepaid- und Einsteiger-Bereich ihre Käufer finden sollen. Die drei Modelle zeichnen sich weniger durch ihre technische Ausstattung aus, vor allem die Preise von jeweils unter 100 Euro sollen den Absatz in Schwung bringen. Bereits ab dem zweiten Quartal dieses Jahres sollen die Geräte erhältlich sein, mit 45 Euro ist das 1112 dabei das preiswerteste Modell. Seit kurzer Zeit sind auch die Geräte der N-Series ( N70 , N80 , N92 ) in Deutschland verfügbar, vor allem das N70 konnte sich dabei in den Verkaufscharts der Anbieter gut positionieren. Gleiches wird auch von den Modellen der E-Series ( E60 , E61 , E70 ) erwartet, mit denen wohl noch im zweiten Quartal zu rechnen sein wird.

Dennoch ist die finanzielle Zukunft der Hersteller nicht sonderlich gut, denn obwohl die weltweiten Absätze seit Jahren gesteigert werden konnten, gingen die Gewinne je Einheit deutlich zurück. Die Mobiltelefone werden aufgrund des hohen Angebots am Markt immer preiswerter, Kunden sind kaum noch gewillt bei Vertragsabschluss für ihr neues Handy draufzuzahlen, selbst wenn es sich um ein Highend-Gerät handelt. Wie lang die Hersteller diese Ausfälle noch hinnehmen können bleibt abzuwarten, gerade den kleinen Anbietern macht dieser Preiskampf jedoch zu schaffen.

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