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Brüssel hat Zweifel an Navteq-Übernahme

Die EU-Kommission sieht im Falle einer Übernahme des Kartenspezialisten Navteq durch den finnischen Hersteller Nokia den freien Wettbewerb in Europa gefährdet. Deshalb hat die Behörde eine umfassende Prüfung der Übernahme angekündigt, die erst im August abgeschlossen sein wird.

Die geplante Übernahme des Navigationsspezialisten Navteq durch Nokia erweist sich als schwierig. Die EU-Kommission befürchtet für den Fall eines Zusammenschlusses Wettbewerbsprobleme in Europa. Die Behörde hat deshalb eine besonders strenge Überprüfung begonnen, die bis zum 8. August abgeschlossen werden soll. Nokia will nach früheren Angaben 8,1 Milliarden US-Dollar (rund 5,1 Milliarden Euro) für Navteq zahlen.

Der Nokia-Vorstandssprecher Rick Simonson erklärte in Helsinki, das Unternehmen werde "bestimmt an der Übernahme festhalten", da ihr eine Schlüsselrolle bei dem Fokus auf Internet-Dienste zukomme. Nokia sei zu einem "offenen und konstruktiven Dialog" mit der EU-Kommission bereit. Nokia hatte im Februar neue Handy-Modelle vorgestellt, die auch auf Navigationsanwendungen setzen. Navigation und lokalisierte Werbung auf mobilen Geräten gelten als lukrative Geschäftsfelder der Zukunft.

Navteq gehört zu den weltgrößten Anbietern von Geodaten und liefert Kartenmaterial für 69 Länder. Verwendet werden die Straßenkarten unter anderem von Garmin, Falk und Navigon. Härtester Konkurrent ist der Anbieter Tele Atlas.

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