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Bochumer Werksschließung kostet Marktanteile

Nokia hat in den Monaten Januar bis Juli in Deutschland deutlich mehr Marktanteile verloren, als im europäischen Vergleich. Der Grund ist wahrscheinlich die Schließung der Handyproduktion in Bochum.

Die Schließung des Werkes in Bochum hat anscheinend für Nokia in Deutschland zu einem erheblichen Imageschaden geführt. Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins Capital sank der Marktanteil des Handyherstellers von Januar bis Juli 2008 um acht Prozent. Zum Vergleich: In ganz Westeuropa verlor das Unternehmen nur 2 Prozent Marktanteil, weltweit legte es sogar auf fast 40 Prozent zu.

Wie negativ die Werksschließung das Image von Nokia beeinflusst hat, das zeigt auch eine Studie des Marktforschungsunternehmens Psychonomics . Vor der Ankündigung von Nokia, die Fabrik dichtzumachen, beurteilten rund 92 Prozent der Deutschen das Unternehmen positiv. Nach der Bekanntgabe der Schließungspläne sank die Zustimmung auf 35 Prozent. Ende Oktober hatte sie sich auf 65 Prozent stabilisiert.

Falls Nokia seinen Marktanteil von 36 Prozent bis zum Jahresende halten kann, würde das Unternehmen im Jahr 2008 zwei Millionen Handys weniger verkaufen, als im Vorjahr. Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 110 Euro pro Handy entgeht dem Unternehmen ein Umsatz von 220 Millionen Euro. Der bei der Schließung vereinbarte Sozialplan kostete Nokia zusätzlich rund 200 Millionen Euro.

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