24.06.2008, 15:26

Panagiotis Kolokythas

Noch eine Woche

XP-Verkaufsstop ab 1.7.

In einer offiziellen Mitteilung hat Microsoft am Dienstag erneut darauf hingewiesen, dass nach dem 30. Juni der Verkauf von Windows XP eingestellt wird. Zugleich wurde nochmals betont, dass sich am ursprünglichen Lebenszyklus für das Produkt nichts ändert.

"Am 30. Juni 2008 verkauft Microsoft das Betriebssystem Windows XP zum letzten Mal an Einzelhändler und Hardware-Hersteller. Diese können die Produktpakete beziehungsweise ihre PCs mit vorinstalliertem Windows XP anschließend noch weiter verkaufen", heißt es in einer offiziellen Mitteilung von Microsoft. Der Verkaufsschluss ist im Lebenszyklus festgeschrieben.
Dem aktuellen Lebenszyklus von Windows XP ist zu entnehmen, dass der XP-Verkaufsstop für alle XP-Versionen ab dem 1.7 für die Vertriebskanäle "OEM" und "Einzelhändler" gilt. Für den Vertriebskanal "System Builder" endet der Verkauf am 31. Januar 2009. Netbook-Hersteller und damit auch Hersteller von Billig-PCs und -Notebooks dürfen Windows XP Home Edition und Windows XP Starter Edition - und nur diese beide Versionen - noch bis zum 30. Juni 2010 verwenden. Bei Windows XP Home Edition kann sich die Frist noch verlängern, denn hier ist vom 30. Juni 2010 "oder ein Jahr nach Verfügbarkeit der nächsten Betriebssystem-Version" die Rede, womit Windows 7 gemeint ist. Sollte sich dessen Veröffentlichung verzögern, dann verlängert sich die Verfügbarkeit von Windows XP Home Edition für Netbooks.
An der Unterstützung für Windows XP ändert sich nach dem 30. Juni 2008 nichts. "Microsoft unterstützt Anwender mit Mainstream Support bis 14. April 2009 und mit Extended Support bis 8. April 2014", so Microsoft. Mainstream Support definiert Microsoft mit "kostenlose Hilfsangebote sowie Sicherheits-Updates", die für das Betriebssystem bereitgestellt werden. In der Extended-Phase bietet Microsoft weiterhin Sicherheits-Updates an, der Suport wird allerdings kostenpflichtig. In der letzten Phase, also nach dem 8. April 2014, kommt Windows XP in den "Non-Supported"-Status. Ab diesem Zeitpunkt liefert Microsoft keinerlei Sicherheits-Updates an und es gibt ausschließlich eine Online-Unterstützung und nur noch Support-Angebote von Microsoft-Partnern.
Auch nach dem 30.6 können Unternehmenskunden Windows XP Professional erhalten. Möglich machen es die Downgrade-Rechte, die für Käufer von Windows Vista Business und Windows Vista Ultimate gelten. Hierzu schreibt Microsoft: "Unternehmenskunden, die PCs mit Windows Vista Business oder Windows Vista Ultimate über Volumenlizenzabkommen inklusive Enterprise Agreements oder vorinstallierte PCs erworben haben, besitzen Downgrade-Rechte auf Windows XP Professional, Windows XP Tablet PC Edition und Windows XP Professional x64 Edition. Dabei müssen sie aber bereits ein originales Windows XP Wiederherstellungs-Medium besitzen."
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