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Nintendo schickt "lebende" Gamecubes auf die Straße

10.07.2002 | 16:15 Uhr |

In den Einkaufspassagen der USA sind in diesen Tagen merkwürdige Gestalten unterwegs. Sie tragen einen 15-Zoll-Flachbildschirm auf der Brust, Batterien als Stromversorgung auf dem Rücken und eine Spielekonsole hängt zusammen mit Joysticks an ihrer Taille. Ihre Aufgabe ist denkbar einfach: Sie sollen Menschen zum Spielen überreden.

In den Einkaufspassagen der USA sind in diesen Tagen merkwürdige Gestalten unterwegs, wie CNN online berichtet. Sie tragen einen 15-Zoll-Flachbildschirm auf der Brust, Batterien als Stromversorgung auf dem Rücken und eine Spielekonsole hängt zusammen mit Joysticks an ihrer Taille. Ihre Aufgabe ist denkbar einfach: Sie sollen Menschen zum Spielen überreden.

50 solcher "lebender" Spielekonsolen im Alter von 18 bis 27 Jahren sind als Mitglieder des "Nintendo Street Team" derzeit unterwegs. Sie sollen den ganzen Sommer über an den Wochenenden in den Einkaufspassagen amerikanischer Großstädte oder bei Großveranstaltungen Menschen dazu bewegen zum Joystick zu greifen und zu spielen. Für diese Aufgabe wurden sie von Nintendo zwei Tage lang ausgebildet. Dabei lernten sie alles über die Firmengeschichte des Konsolenherstellers, aber auch, wie sie sich fanatischer Spielefreaks erwehren können, die sie nicht mehr los lassen wollen.

Foto: CNN online

Ihren ersten Auftritt hatten die Nintendo-Trommler in Atlanta, Boston, Chicago, Dallas, Los Angeles und Seattle am letzten Wochenende. Ihre Ausrüstung kann bis zu 15 Kilogramm schwer sein, je nachdem ob sie mit dem Gamecube oder nur mit dem Gameboy Advance unterwegs sind. Täglich sind sie sechs Stunden von Freitag bis Sonntag im Einsatz, um für Nintendo zu werben.

Für diesen ungewöhnlichen Sommer-Job hatten sich 700 Bewerber bei Nintendo gemeldet. Der Konsolen-Riese zahlt den erwählten 50 Glücklichen 100 US-Dollar pro Tag. "Man kann mit einer Menge toller Menschen zusammen sein.", erklärt Han Tran, ein Mitglied des Nintendo Street Team. Geld allein ist also für viele Teilnehmer nicht das ausschlaggebende Motiv.

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