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Nintendo gibt Microsoft einen Korb

05.08.2004 | 13:38 Uhr |

Bill Gates hatte gegenüber der Wirtschaftswoche angedeutet, dass Microsoft an einem Kauf von Nintendo interessiert sei. Nintendos Aktienkurs stieg zwar, aber Reaktion seitens Nintendo kam prompt: An einem Verkauf besteht absolut kein Interesse.

"Wenn Hiroshi Yamauchi mich anruft, kriegt er mich sofort an die Strippe", hatte Microsoft-Gründer Bill Gates der Wirtschaftswoche gesagt und damit angedeutet, dass Microsoft an einem Kauf von Nintendo interessiert sei (wir berichteten). Hiroshi Yamauchi ist nämlich der japanische Milliardär, dem Nintendo mehrheitlich gehört.

Die Aussage hat dafür gesorgt, dass der Aktienkurs von Nintendo an der japanischen Börse einen neunprozentigen Hopser nach oben machte und damit den Nikkei-Index, der nur 0,46 Prozent stieg, weit übertraf.

Nintendo reagierte prompt. Der Unternehmens-Sprecher Yasuhiro Minagawa sagte: "Wir sind nicht am Verkauf von Nintendo interessiert und reden auch mit absolut niemandem darüber." Außerdem fügte der Sprecher hinzu: "Es gibt nichts, was Herrn Yamauchi veranlassen würde, seinen Anteil zu verkaufen."

Der Milliardär Yamauchi war 50 Jahre lang Präsident von Nintendo und trat 2002 von seinem Posten zurück. Er gilt als einer der reichsten Japaner, hält 10 Prozent der Anteile an Nintendo und sein Vermögen wird auf über eine Milliarde US-Dollar geschätzt. Der Wert von Nintendo selbst liegt bei rund 16 Milliarden US-Dollar.

Microsoft gibt sich mittlerweile angesichts Gates Aussage etwas zurückhaltender. Die Aussage von Gates sei falsch interpretiert, berichtet der Nachrichtendienst Reuters und bezieht sich dabei auf eine Quelle, die den Redmondern nahe steht.

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