131040

Nintendo: Wii von Beginn an profitabel

15.09.2006 | 11:59 Uhr |

Nintendos neue Spielekonsole Wii soll von Beginn an Profit abwerfen. Dies ist ungewöhnlich für einen Markt, bei dem es normal ist, dass die Hersteller erst jahrelang eine Plattform subventionieren, bevor sie Gewinne abwirft.

Nachdem Nintendo gestern offiziell den Preis und den Erscheinungstermin der Spielekonsole Wii für Japan bekannt gegeben hat, hat nun auch die US-Niederlassung des Unternehmens offizielle Daten veröffentlicht. Diese decken sich allerdings mit den bis dahin unbestätigten Meldungen diverser US-Medien.

So wird Wii in den USA am 19. November erscheinen und damit zuerst in den USA verfügbar sein. Japan wird erst am 2. Dezember folgen. Ein Termin für Europa wird heute bekannt gegeben. In den USA kostet die Konsole 250 US-Dollar und wird inklusive dem Spiel Wii Sports ausgeliefert, das diverse Sportspiele beinhaltet.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte Nintendos America President Reggie Fils-Aime, dass Wii von Beginn an profitabel sein werde. Und zwar sowohl hinsichtlich der Software als auch der Hardware. Dies ist ungewöhnlich für einen Markt, bei dem Hardware-Subventionen über mehrere Jahre durchaus üblich sind. So wird davon ausgegangen, dass sowohl Microsoft als auch Sony bei der Xbox 360 respektive Playstation 3 pro verkaufter Konsole einen nicht unerheblichen Verlust einfahren, der erst durch den Verkauf von Software aufgefangen wird.

Aus Sicht von Nintendo ist es aber nicht nur erfreulich, wenn die Konsole tatsächlich von Stunde Null an profitabel sein sollte, sondern sogar zwingend nötig. Denn das Unternehmen ist ausschließlich auf dem Entertainment-Sektor tätig und daher darauf angewiesen, möglichst schnell Gewinne einzufahren, da Quersubventionen aus anderen Bereichen (wie bei Microsoft die Gewinne bei Betriebssystemgeschäft) nicht möglich sind. Zwar dürfte der Erfolg von Gameboy, Nintendo DS und Co. es Nintendo durchaus ermöglichen, Verluste kurzzeitig aufzufangen, besser ist es jedoch aus unternehmerischer Sicht in jedem Fall, dass neue Geschäftsbereiche so schnell wie möglich auf eigenen Beinen stehen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
131040