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"Nigeria-Spammer" zu hoher Haftstrafe verurteilt

08.11.2004 | 11:31 Uhr |

In Australien wurde ein Betrüger verurteilt, der nach dem Prinzip des "Nigeria"-Spam leichtgläubige Anwender um ihr Erspartes gebracht hat.

Sicherlich haben auch Sie bereits eine Mail erhalten, in der Ihnen eine bis dato unbekannte Person aus einem afrikanischen Land Millionensummen anbietet, wenn Sie ihr dabei helfen, Dollar-Vermögen aus dem krisengeschüttelten Land zu transferieren. Alles, was der vornehmlich Minister, Bankdirektor oder ähnliches von Ihnen verlangt, ist die Preisgabe Ihrer Kontodaten, um die Gelder außer Landes zu schaffen.

Fallen Sie darauf herein, warten nicht Millionen und ein süßes Leben, sondern Kontostände im Minus oder Vorschusszahlungen, die Sie zunächst erbringen sollen. Die betrogenen Personen werden nicht selten um mehrere hunderttausend Dollar und mehr gebracht. Da die ersten dieser Betrugs-Mails meist vorgaben, aus Nigeria zu stammen, entwickelte sich schnell die Bezeichnung "Nigeria-Spam" für derartige Mails. Jetzt ist ein Betrüger, der nach diesem Prinzip vorging, in Australien verurteilt worden.

Nick Marinellis bekannte sich vor dem NSW District Court in zehn Fällen des Betrugs für schuldig und wurde zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Ein Begnadigungsgesuch kann frühestens nach vier Jahren und vier Monaten eingereicht werden. Insgesamt wurden die Opfer um rund fünf Millionen Dollar erleichtert.

Der zuständige Richter begründete das hohe Strafmaß damit, dass Nachahmungstäter von solchen oder ähnlichen Taten abgeschreckt werden sollen.

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