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Nigeria-Spam: Sechs Personen in den Niederlanden verurteilt

30.05.2003 | 12:32 Uhr |

In den Niederlanden wurden sechs Männer aus Benin und Nigeria zu Haftstrafen zwischen 301 Tagen und 4,5 Jahren verurteilt. Sie hatten tausende Faxe, Briefe und Mails verschickt, in denen ahnungslose Personen um Hilfe beim Geldtransfer aus afrikanischen Staaten gebeten wurden. Die Anwender, die auf den Betrug hereinfielen, verloren Millionen.

In den Niederlanden wurden sechs Männer aus Benin und Nigeria zu Haftstrafen zwischen 301 Tagen und 4,5 Jahren verurteilt. Die Verurteilten operierten von Amsterdam aus nach einem mittlerweile hinreichend bekannten Prinzip: Zumeist ging es in den tausendfach verschickten Briefen, Faxen und Mails darum, Millionen von Dollar aus diversen afrikanischen Ländern ins Ausland zu transferieren.

Der betreffende Anwender müsse nur ein Konto zur Verfügung stellen und würde nach Beendigung der Transaktion ein stattliches Sümmchen, ebenfalls im Millionenbereich, erhalten.

Die Personen, die auf diesen Betrug hereinfielen, und ihre Kontodaten preisgaben, konnten sich jedoch mitnichten über einen gesicherten Lebensabend freuen, sondern mussten schon bald feststellen, dass das Konto leer geräumt, oder eventuelle Vorabzahlungen ins Nirvana verschwanden. Dass diese Masche für die Verbrecher eine wahre Goldgrube ist, zeigen die Zahlen des aktuellen Falles.

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