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Mubaraks Frau braucht vorgeblich Hilfe

15.02.2011 | 16:51 Uhr |

Einen Anteil von drei Millionen US-Dollar an Mubaraks Vermögen verspricht eine Mail, die vorgeblich von der Frau des zurückgetretenen ägyptischen Präsidenten stammt. Die Angeschriebenen sollen ihr helfen das Geld nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten in Sicherheit zu bringen.

Seit vielen Jahren schon treibt die so genannte Nigeria Connection ihr Unwesen. Sie hat bereits etliche Opfer in ihre Betrugsfallen gelockt. Regelmäßig werden aktuelle Ereignisse aufgegriffen, die als Hintergrund für eine erfundene Geschichte dienen. So werden derzeit Mails im Namen der Ehefrau des gestürzten ägyptischen Präsidenten Mubarak verschickt.

Die vorgebliche „Mrs. Suzanne Hosni Mubarak” braucht dringend Hilfe, wie sie unter dem Betreff „PROJECT EGYPTIANS FREEDOM" schreibt. Sie müsse die letzten finanziellen Reserven der Familie in Höhe von 15 Millionen US-Dollar außer Landes schaffen. Dazu sollen die Angeschriebenen ihr Bankkonto zur Verfügung stellen, wohin das Geld transferiert werden soll. Als Lohn winken 20 Prozent der Summe, also drei Millionen Dollar.

Frank Rickert berichtet im Blog des Berliner Sicherheitsunternehmens eleven über die neueste Masche der Nigeria Connection. Sie locken ihre potenziellen Opfer regelmäßig mit einem lukrativen Anteil an einer üppigen Summe Geldes, das illegal ins Ausland transferiert werden soll. Doch das Geld existiert nicht - abgesehen von der jeweils verwendeten Hintergrundgeschichte ist jedes Wort in diesen Mails eine Lüge.

Vielmehr sollen die Opfer erstmal zahlen - etwa für Bestechungsgelder, Gebühren für fiktive Dokumente oder die Dienste einer ‚Sicherheitsfirma’ oder eines Anwalts. Im aktuellen Fall sollen sich die Angeschrieben an einen „Imam Dodi” wenden, ein angeblicher Anwalt, der bei der Sache behilflich sein soll.

Wäre die Geschichte wahr und alles liefe wie versprochen, würden sich die Mithelfer des illegalen Geldtransfers strafbarer Handlungen schuldig machen. So jedoch werden sie, falls sie darauf eingehen, portionsweise etliche tausend Euro los, ohne jemals die erhofften Millionen (oder auch nur einen Cent) zu erhalten. Meist geht es bei den Mails der Nigeria Connection um vorgebliche Erbschaften.

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