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Nigeria-Betrüger fälschen Speditions-Websites

17.10.2006 | 15:18 Uhr |

Mit gefälschten Websites der DHL und der Lufthansa Cargo werden Bieter bei Online-Auktionen um ihr Geld betrogen. Die erworbenen Artikel werden nie geliefert, das Geld ist weg.

Das niederländische Sicherheitsunternehmen Ultrascan Advanced Global Investigations warnt vor Auktionsbetrügern, die von den Ultrascan-Ermittlern der Nigeria Connection zugerechnet werden. Von den Niederlanden aus operierende Betrüger bieten in Online-Auktionen sperrige Artikel wie Autos oder Motorräder zu sehr niedrigen Preisen an.

Die Artikel befinden sich angeblich im Ausland, etwa in Spanien. Die Täter bieten dem Käufer die Dienste einer Transportfirma an, oft DHL oder Lufthansa Cargo. Sie leiten den Käufer zu einer nachgeahmten Website eines dieser Unternehmen, die unter etwas anderem Namen firmieren als die echten, zum Beispiel "DHL Shippers" statt "DHL Worldwide Express" oder "Lufthansa Worldwide Cargo" statt "Lufthansa Cargo". Die erworbenen Artikel werden vom Käufer bezahlt, jedoch nie geliefert - sie haben nie existiert.

Mit den bekannteren Tricks der so genannten Nigeria Connection hat diese Masche gemeinsam, dass die Opfer zunächst in finanzielle Vorleistung treten, für ihr Geld jedoch nichts erhalten. Die klassische Masche sind angebliche Geldtransfers von angeblichen Erben angeblich reicher Verstorbener. Dabei geht es regelmäßig um Millionen - angeblich. Nach dem entsprechenden Paragraphen im Strafgesetzbuch Nigerias wird dieser Vorschussbetrug auch als "419-Betrug" bezeichnet.

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