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Niedrigere Roaming-Gebühren treten ab heute in Kraft

01.07.2013 | 17:00 Uhr |

Ab heute müssen Telekommunikationsunternehmen ihre Roaming-Gebühren in Europa erneut senken.

Im Zuge eines aktuellen Beschlusses der EU-Kommission müssen Telekommunikationsunternehmen ihre Roaming-Gebühren in Europa erneut senken. Die neue Regelung tritt ab heute in Kraft und gilt für Telefonate, SMS und Datentarife für das mobile Surfen. Eine SMS darf demzufolge statt 10,7 nur noch 9,5 Cent kosten. Bei Telefonaten aus dem europäischen Ausland fallen statt 29 nur noch maximal 24 Cent Netto an. Inklusive Mehrwertsteuer zahlen Kunden aus Deutschland also nur noch bis zu 28,6 Cent pro Minute. Werden sie im Urlaub angerufen, können Mobilfunkanbieter für die Annahme eines Anrufs nur noch höchstens 8,3 Cent verlangen. Bislang waren 9,5 Cent erlaubt.

Fast um die Hälfte sinken die Preisobergrenzen für die Nutzung mobiler Datendienste im europäischen Ausland. Mussten Kunden bislang noch 83,3 Cent pro heruntergeladenem MegaByte berappen, fällt die Obergrenze nun auf 53,5 Cent. Mit der aktuellen Preissenkung ist jedoch noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Mitte des nächsten Jahres sollen die Gebühren weiter gesenkt werden. Ab Juli 2014 könnten Roaming-Gebühren in Europa sogar ganz wegfallen .

Bei den Telekommunikationsunternehmen kommt die erneute Senkung der Roaming-Gebühren nicht gut an. Laut dem Branchenverband Bitkom, könnten einer „kurzfristigen Senkung von Preisen“ nur „langfristig negative Folgen“ gegenüber stehen. Die Industrie beruft sich dabei auf die Kosten für den Netzausbau, der sich durch die sinkenden Einnahmen über Roaming-Gebühren immer schlechter finanzieren lasse.

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