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Apples Malware-Blocker ist ein Staubfänger

07.01.2010 | 15:29 Uhr |

Apple hat in Mac OS X zwar einen rudimentären Schutz vor Malware eingebaut, diesen jedoch seit seiner Einführung nicht mehr aktualisiert. Somit rottet XProtect nutzlos vor sich hin.

Mit Mac OS X 10.6 ("Snow Leopard") hat Apple seinem Betriebssystem einen Malware-Blocker spendiert, der immerhin zwei Trojanische Pferde erkennen und stoppen können soll. Doch seitdem hat XProtect keine Updates bekommen und kann daher die in den letzten sechs Monaten seit Erscheinen von Snow Leopard hinzu gekommenen neuen DNSchanger-Varianten nicht erkennen.

Die DNSchanger-Schädlinge sind zum Teil relativ schlicht gestrickte Scripte, die DNS-Einstellungen von Mac-Rechnern manipulieren. Ähnlich wie manche Trojanischen Pferde für Windows leiten sie so Web-Aufrufe legitimer Seiten, etwa die von Banken, auf Web-Server um, die unter Kontrolle von Online-Kriminellen stehen. Die Adresszeile im Browser zeigt dabei die korrekte Adresse der eigentlich gewünschten Website an.

Der XProtect-Schutz kann über das ins Betriebssystem integrierte Software-Update aktualisiert werden. Apple hat dies jedoch offenbar bislang nicht für nötig befunden, obwohl die Zahl der Mac-Schädlinge im letzten halben Jahr deutlich zugenommen hat. XProtect kann allerdings nur die Downloads einiger Programme überwachen, darunter Web-Browser wie Safari und Firefox und die Mail-Programme Apple Mail und Entourage.

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