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Der Bundestrojaner soll auch auf Smartphones

14.04.2008 | 13:50 Uhr |

Innenminister Wolfgang Schäuble will keine Gerätegattung bei Online-Durchsuchungen explizit auslassen.

Das zumindest könnte man interpretieren, wenn man die Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der Düsseldorfer FDP-Bundestagsabgeordneten Gisela Piltz deuten möchte. "Das Bundeskriminalamt wird auf der Grundlage geltenden Rechts künftige Entwicklungen im Bereich der IT- und Kommunikationstechnik ausrichten", zitiert die "Rheinische Post" aus der Antwort auf die Frage, ob auch internet-fähige Mobilgeräte ausspioniert werden sollen.

Detaillierte Auskünfte über die neue Regelung verweigerte die Bundesregierung jedoch mit dem Hinweis, diese würde den "erfolgreichen Einsatz" der Software gefährden. Das BKA arbeitet seit einiger Zeit an einer Software, um Rechner ausspionieren zu können. Die Geräte sollen mit Hilfe gefälschter Behörden-Mails mit dem "Bundestrojaner" infiziert werden - in hartnäckigen Fällen dürfte das BKA aber auch vor einer Vorort-Installation nicht zurückschrecken.

Bleibt die Frage, wie das Programm in so abgeschottete Geräte wie den Blackberries von RIM oder gar dem Apple iPhone geschleust werden soll - via Jailbreak oder gezielte Verteilung über iTunes? (mb)

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